Fragen zu Lucys Theorie

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Ralf

Beigetreten: 14/11/2007 19:33:31
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Hallo Lucy!

Ich habe zufällig von Deinem Buch gehört und bin gerade dabei, es zu lesen. Mein erster Eindruck ist: originell und spannend!

Allerdings ist mir einiges noch nicht ganz klar geworden. Es geht vor allem um folgendes:

1) Zunächst möchte ich nachfragen, wie viel Zeit aus Sicht des Teilchens für die Reise zwischen Sonne und Erde vergeht, wenn es sich exakt mit Lichtgeschwindigkeit bewegt (im Text des Buches auf Seite 94 wird die Veränderung der Zeit nur aus der Perspektive der Beobachter auf der Erde erläutert; in Abbildung 20 wird bei nahezu Lichtgeschwindigkeit eine Zeit von 0,04 Sekunden angegeben). Da der Abstand aus Sicht des Teilchens in diesem Fall auf null schrumpft, müsste sich auch die Zeit auf null reduzieren. Das stimmt mit Deiner Aussage überein, dass es für das Teilchen gar keine Distanz zwischen Sonne und Erde mehr gibt und auch gar keine Zeit zwischen den diesbezüglichen Ereignissen A und B.

2) Anders formuliert heißt das: Für ein Teilchen, das sich mit Lichtgeschwindigkeit bewegt, schrumpfen Raum und Zeit auf null. Das könnte so interpretiert werden, dass die uns bekannte Raum-Zeit sich unter diesen extremen Bedingungen auflöst. Da aber das Teilchen sich offenbar nicht auflöst, wird es vermutlich in transzendente Dimensionen übergehen, wo auch immer diese sein mögen. Andererseits bleibt für uns (als Beobachter auf der Erde) die Raum-Zeit weiter bestehen. Wir können im Experiment ziemlich genau erkennen, wie das Teilchen sich im Raum bewegt. Seine Geschwindigkeit ist zwar enorm groß, aber doch endlich, und dementsprechend kann sich das Teilchen aus unserer Sicht eben nicht überall zugleich befinden. Ist die postulierte Omnipräsenz also nur eine Illusion, hervorgerufen durch die Schrumpfung der Raum-Zeit bei extrem hohen Geschwindigkeiten?

3) Wie ist es möglich, dass das Licht (und andere elektromagnetische Wellen bzw. Teilchen) sich nach seiner Entstehung sofort, d.h. ohne jede Beschleunigung, mit maximaler Geschwindigkeit fortbewegt (S. 113)? Ist dieser Sachverhalt tatsächlich experimentell nachgewiesen, oder ist er nur aus wissenschaftlichen Theorien bzw. Formeln abgeleitet?

4) Die Seelen scheinen sich doch etwas anders zu verhalten als Licht, wenn es ihnen gelungen ist, sich vom Körper zu lösen. Sie sind dann offenbar in der Lage, sich an einem Ort aufzuhalten oder auch zu beschleunigen. Wie ist das nach den uns bekannten Gesetzen der Physik möglich (ebenfalls S. 113)? Da die Seelen offenbar keine Masse besitzen, müssen sie wohl von einer Kraft beschleunigt werden, die vermutlich ebenfalls aus transzendenten Dimensionen stammt.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Du gelegentlich Zeit für eine Antwort findest!

Viele Grüße
Ralf
Lucy

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Beigetreten: 24/08/2007 21:44:20
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Lieber Ralf,
auf Deine Fragen will ich Dir wie folgt antworten:

1) Ja, aus der Sicht eines Lichtteilchens gibt es gar keine Zeit. Also vergeht auch keine Zeit zwischen Sonnen- und Erdkontakt.

2) Nun, in gewisser Weise ist das Lichtteilchen doch aufgelöst. Wir können es nicht greifen oder fassen. Nein, die Omnipräsenz ist keine Illusion. Aber sie gilt eben nicht in unserer Raum-Zeit-Welt, sondern nur in der Welt des Lichts.

3) Dieser Sachverhalt ist nicht experimentell nachgewiesen. Er lässt sich auch nicht nachweisen, denn es gibt keine zeitlose Messung.

4) Gegenfrage: Wäre es denkbar, dass es eine göttliche Kraft ist, die die Seele ins Licht beschleunigt?

Herzliche Grüße
von Lucy
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Gillmeise

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Beigetreten: 09/09/2007 18:15:03
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Antwort auf Gegenfrage 4:

Liebe Lucy!

Ich stelle es mir so vor, dass alles von Gott kommt und dass alles wieder zu Gott zurück kehrt. Oder vielleicht so, dass Gott alles wieder zu sich hin zieht / zu sich zurück zieht. Vielleicht ist diese Beschleunigung der Seele auf Lichtgeschwindigkeit ( oder auf welche Geschwindigkeit auch immer ) einfach nur das "Zurückziehen der Seele zu Gott hin". So wie es hier auf Erden eine Erdanziehungskraft gibt, die uns am Boden hält, könnte es ja vielleicht auch ebenso gut eine göttliche Anziehungskraft geben, die uns nach unserem Tod wieder zu Gott zurück führt.

Viele Grüße,
deine Kathrin!
Und meine Seele spannte weit ihre Flügel aus
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Ralf

Beigetreten: 14/11/2007 19:33:31
Beiträge: 26
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Hallo Lucy!

Zunächst einmal vielen Dank für Deine schnelle Antwort! Die angesprochenen Themen finde ich sehr anregend, und zu jeder Erkenntnis stellen sich sofort neue Fragen:

Zu 2) Nach allem, was Du schreibst, ist die Welt ja sehr merkwürdig konstruiert: Offenbar hängen ihre Eigenschaften von der Geschwindigkeit der Beobachter ab. So messen wir für die Entfernung zwischen Erde und Sonne 150 Millionen Kilometer, aber für Lichtteilchen beträgt die gleiche Strecke anscheinend null. Ist daraus zu schließen, dass es ?die Welt? als solche mit allen Planeten und Lebewesen so nicht gibt, sondern dass sie nur in Bezug auf bestimmte Beobachter existiert und dass es folglich für verschiedene Beobachter unterschiedliche Welten gibt (im obigen Beispiel also eine Welt für uns und eine ganz andere für das Licht)?

Zu 3) Wenn es prinzipiell nicht möglich ist, experimentell nachzuweisen, ob das Licht sich nach seiner Entstehung sofort, d.h. ohne jede Beschleunigung, mit maximaler Geschwindigkeit fortbewegt, wäre es doch denkbar, dass die derzeit gültigen Theorien, die offenbar diese Eigenschaft postulieren, sich eines Tages als unzureichend herausstellen. Aufgrund der vielen glaubhaften Nahtoderfahrungen gibt es starke Indizien dafür, dass immaterielle Objekte (Seele, Bewusstsein o.ä.) unter bestimmten Bedingungen beliebige Geschwindigkeiten (zwischen null und c) annehmen können. Schon deshalb scheint es doch nicht ausgeschlossen zu sein, dass auch das immaterielle Licht sich mit niedrigeren Geschwindigkeiten (unterhalb von c) bewegen könnte.

Zu 4) Wenn ich es richtig verstanden habe, ist es noch nicht gelungen, die beschriebene Bewegung der Seelen mit den uns bekannten Gesetzen der Physik zu vereinbaren. Liebe Lucy, auch ich vermute, dass es sich bei der angenommenen transzendenten Kraft, die die Seele aus dem Körper zu lösen vermag, um die höchste kosmische Energie, die göttliche Schöpfungs- und Lebenskraft (vis vitalis) schlechthin handelt, von der medial begabte Menschen schon zu allen Zeiten berichtet haben.

5) Sodann ist mir noch etwas aufgefallen: Die vielen Personen, die Nahtoderlebnisse hatten und ins irdische Leben zurückgekehrt sind, waren ja noch nicht endgültig gestorben und konnten nach Deiner Theorie wahrscheinlich noch nicht auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigen. Wenn wir davon ausgehen, dass die Berichte über Begegnungen mit Seelen von Verstorbenen zutreffen, dann müssen wir wohl annehmen, dass die Seele auch nach dem endgültigen Tod des Körpers in der Lage ist, ihre Geschwindigkeit wieder deutlich unter c zu reduzieren.

6) In diesem Zusammenhang möchte ich abschließend noch folgendes sagen (auch wenn es den Rahmen dieses Themas vielleicht etwas überschreitet): In der esoterischen Literatur wird der Bereich, in dem sich die Seele (das Bewusstsein) nach der Trennung vom Körper aufhalten soll, als Astralreich bezeichnet. Es wird auch berichtet, dass die Seele zunächst ihre individuelle Gestalt behält, den Astralkörper. In diesem Bereich soll es zu Begegnungen der Astralkörper kommen, die sich identifizieren und auch miteinander kommunizieren. Zudem soll es angeblich möglich sein, durch tiefe Meditation, bestimmte Drogen etc. die Seele zum vorübergehenden Verlassen des Körpers zu bewegen (so genannte out-of-body-experiences). Ich hoffe, dass die Wissenschaftler bereit sind, diese erstaunlichen Phänomene zu untersuchen! Vielleicht kommen wir dann den letzten Wahrheiten wieder ein kleines Stück näher.

Viele Grüße
Ralf
Lars

Beigetreten: 24/09/2007 11:11:49
Beiträge: 85
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Hallo Ralf,
bezugnehmend auf deine Frage 5 wurde hier im Forum schon die grundsätzliche Möglichkeit erläutert, dass es auch eine Umkehr der auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigten Seele geben könnte. Hier sehe ich den einzigen Anhaltspunkt für die Theorie einer Wiedergeburt. Ich hätte auch noch eine Frage: Wie verhält es sich eigentlich mit dem Begriff Unendlichkeit? Wir wissen, dass das Weltall unendlich ist, richtig vorstellen können wir es uns nicht, weil wir in unserem Bewusstsein keine Gleichnisse dafür haben. Wir wissen im Grunde nicht was unendlich ist, da unser Gehirn immer Schranken bildet. Nur der Seele wird es wohl uneingeschränkt möglich sein, vielmehr Wissen und Liebe zu erfahren, vermutlich erst, wenn sie aus dem "körperlichen Gefängnis" befreit ist.
Daher vermute ich, dass die Unendlichkeit genauso wie die Ewigkeit und die Omnipräsenz nur im Jenseits, also in der Raum- und Zeitlosigkeit
existiert. Der Christliche Glaube vermittelt kurz ausgedrückt einen Anfang, nämlich die Geburt des Menschen. Erst dann kommt irgendwann der körperliche Tod und man lebt in Gott ewig weiter. Die Wiedergeburt wird da aus einfachem Grunde ausgeschlossen, denn es sind keine rationalen Gedanken, die sich damit befassen, dass ein Mensch im nächsten Leben z.B. ein Tier wird. VG Lars
atlantia7777

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Beigetreten: 21/08/2007 17:08:17
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Hallo ihr Lieben!

Was Kathrin geschrieben hat, finde ich sagenhaft gut: wir werden in Gott zurückgezogen wie uns die Schwerkraft auf der Erde anzieht. Unabhängig davon, wie es in irgendein Weltbild passt oder zu irgendwelchen Formalen finde ich den Gedanken grandios und wunderschön! Danke dafür, liebe Kathrin!

Ansonsten muss ich noch dies loswerden: Natürlich stellt sich unsere Welt nicht allem oder allen so dar, wie wir sie erleben. Es ist alles letztlich eine Illusion unserer begrenzten Sinneswahrnehmungen. Andere (oder keine) Sinne - andere Welt. Selbst unter uns Menschen wird ja diese Welt schon extrem unterschiedlich erlebt, warum sollte uns dieser Gedanke also verwundern?

Die Seele hat enorme Kräfte und ist in der Tat omnipräsent, während wir hier so in unserem Alltag dahinleben. Die meisten Menschen bekommen das gar nicht mit. Aber ich weiss aus eigener Erfahrung, dass es so ist. Man kann andere Seelen über grosse Entfernungen "wahrnehmen", man kann Gedanken bis nach Kanada schicken, und man kann sich sogar für nächtliche Träume "verabreden". Das sind alles ganz normale Vorgänge, nur wissen die meisten es eben nicht.

glg atlantia

wie im Himmel - so auf Erden
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Gillmeise

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Beigetreten: 09/09/2007 18:15:03
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Hallå Atlantia!

Vielen Dank für deinen letzten Beitrag!
In der Tat ist unser Dasein hier auf Erden auf sehr wenige Sinne beschränkt, so dass sich unsere Wahrnehmung nur auf einen klitzekleinen Teilaspekt eines großen Ganzen beschränkt.
Einigen Menschen, so wie dir, ist die Gabe zuteil geworden, noch ein bisschen weiter in die Wahrheit hervordringen zu können: So kann man in Dimensionen hervordringen, die uns anderen ( leider noch ) verborgen sind. Ich habe schon viel über Telepathie, Seelenwanderung, etc. gehört. Auch über Tierflüsterer, die die Gedanken von Tieren lesen können.
Zum Thema, dass unsere Art der Wahrnehmung nur eine Illusion ist, kann ich noch folgendes anmerken: Vor ca. 8 Jahren gab es im Kino den Film "Sophies Welt". Er handelte von der Korrespondenz zwischen einem jungen Mädchen namens Sophie und einem Philosophen. Letztgenannter nahm Sophie zu verschiedenen Stationen / Geschehnissen hin mit, und machte sie auf diese Art und Weise mit dem philosophischen Denken vertraut. Die Geschichte lief darauf hinaus, dass es den Philosophen, der Sophie die Briefe schickte, in Wirklichkeit gar nicht gab. Und auch die Geschehnisse, zu denen er Sophie hingeführt hat, waren in Wirklichkeit nur Sophies Illusion. Zugegeben habe ich diese Geschichte nicht so wirklich richtig verstanden, aber "die Moral von der Geschicht" war, dass Sophies Wahrnehmung in Wahrheit nur Illusion war.
Nun, so ganz glaube ich zwar nicht, dass unsere Wahrnehmung unserer Umwelt nur Einbildung ist. Eher würde ich sagen, dass unsere Wahrnehmung ein Spiegelbild unserer Sinne ist: Wir können vom großen Ganzen nur das wahrnehmen, was unsere Sinne uns zuteil werden lassen. Für einen Blinden gestaltet sich die Umwelt auf eine ganz andere Art und Weise als für einen Sehenden. Für einen Tauben ist die Umwelt noch wieder ganz anders, usw.
Auch für 2 Menschen, die sehen, riechen, hören, schmecken und tasten können, und die ein und dieselbe Situation erleben, kann sich diese auf ganz verschiedene Art und Weise darstellen - je nachdem, worauf man sein Augenmerk und seine anderen Sinne richtet.

Viele Grüße,
deine Kathrin!
Und meine Seele spannte weit ihre Flügel aus
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atlantia7777

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Beigetreten: 21/08/2007 17:08:17
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Man könnte nun sagen, na und? Was hat das letztlich für eine Auswirkung auf mein Leben? Ich habe immer so gelebt, wie es ist, na von mir aus.

Aber: die Erkenntnis, dass alle Menschen verbunden und somit eins sind, lässt dich alles zwangsläufig mit anderen Augen betrachten. All diese Erkenntnisse über das wirkliche Wesen dieser Welt haben nämlich das Ziel, näher zu(rück) zum Ursprung zu kommen, zu Gott. "Liebe deinen nächsten wie dich selbst" erscheint unter der o.g. Erkenntnis in einem gänzlich anderen Licht, nicht wahr?

So spannend es ist, wissenschaftlich immer mehr der Wahrheit auf den Grund zu kommen, sollten wir eins nie vergessen: diese Erkenntnisse sollten uns in unserer Entwicklung weiterbringen. Sie sollten Auswirkungen auf unsere Gefühle und auf unsere Art, mit den Menschen umzugehen haben. Sonst haben sie ihr Ziel verfehlt, meine ich. Denn wir sind nicht Kopf, sondern Herzen auf zwei wackeligen Beinen.

glg atlantia





wie im Himmel - so auf Erden
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Ralf

Beigetreten: 14/11/2007 19:33:31
Beiträge: 26
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Hallo Lucy!

Dein Buch habe ich mit großem Interesse gelesen. Es eröffnet einen neuen Zugang zu einem existenziellen Problem, das die Menschheit schon seit Urzeiten beschäftigt! Ergänzend zu meiner Nachricht vom 9.12.2007 möchte ich noch folgendes anmerken:

Die überaus zahlreichen Berichte über Nah-Tod-Erfahrungen aus allen Kulturkreisen und Zeitaltern verdienen ernsthafte Beachtung. Besonders der Fall Pam Reynolds (http://sterbeforschung.de/reynolds.php;
http://near-death.com/experiences/evidence01.html), über den auch im Fernsehen berichtet wurde, zeigt sehr instruktiv, dass das Bewusstsein sich unter außergewöhnlichen Umständen offenbar vom Körper lösen und weiterhin visuelle und akustische Informationen aufnehmen kann. Solche glaubhaften Berichte sind meines Erachtens starke Indizien dafür, dass es ein Bewusstsein gibt, das nicht aus Materie besteht und das auch nicht notwendigerweise an den Körper gebunden ist.

Dennoch sollten wir die Hoffnung nicht aufgeben, dass es gelingen könnte, die Seelen zumindest in gewissen Grenzen auch physikalisch zu beschreiben (vgl. S. 180). Es ist doch nicht ausgeschlossen, dass die heutige Physik sich eines Tages als Grenzfall eines noch komplexeren Modells darstellt, so wie die klassische Physik seit Einstein als Grenzfall der relativistischen angesehen wird. Nach allem, was ich als Laie in diesem Zusammenhang mitbekommen habe, scheinen Physiker und Mathematiker bei ihren extrem intensiven Bemühungen, eine "Weltformel" zu entwickeln, bisher auf unüberwindliche Schwierigkeiten gestoßen zu sein. Dann liegt die Vermutung nahe, dass die Welt noch weitere Dimensionen und Elemente enthält, die ihnen bislang verborgen geblieben sind.

In diesem Zusammenhang möchte ich den berühmten Physiker Max Planck aus dem Jahre 1929 zitieren: "Alle Materie entsteht und besteht nur durch eine Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt ... So müssen wir hinter dieser Kraft einen bewussten intelligenten Geist annehmen. Dieser Geist ist der Urgrund aller Materie. Ohne den Geist bestünde die Materie überhaupt nicht ..." (zitiert nach Joachim Faulstich, Das heilende Bewusstsein, Wunder und Hoffnung an den Grenzen der Medizin, 2006, S. 158 ).

Um dem Ziel, die verborgenen Dimensionen und Elemente unserer Welt aufzudecken, näher zu kommen, sollten die spannenden und herausfordernden Nah-Tod-Erfahrungen unbedingt weiter erforscht werden! Dabei müssten Vertreter der Naturwissenschaften, insbesondere der Physik, und anderer Disziplinen, wie etwa der Medizin, Psychologie, Theologie und Philosophie, viel enger als bisher zusammenarbeiten, wenn sie die überaus komplexen Phänomene wirklich verstehen wollen. Es ist ja bezeichnend, dass die Naturwissenschaften und die monotheistischen Religionen im europäisch-amerikanischen Kulturkreis sich in den Grenzfragen immer weiter annähern. In den asiatischen Weltanschauungen wird ohnehin seit jeher eine ganzheitliche Sichtweise praktiziert, und die könnte sich bei derart schwierigen Untersuchungen durchaus bewähren.

Viele Grüße
Ralf
atlantia7777

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Beigetreten: 21/08/2007 17:08:17
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Hallo ihr Lieben,

als ich dies gerade las drängte sich mir die Frage auf: warum? Wozu soll man das Wesen, das hinter allem steckt erforschen? Es kennt doch jeder dieses Wesen und hat tagtäglich mit ihm zu tun. Manche haben auch nur damit zu tun, es aus ihrem Leben auszuschliessen, aber beschäftigen tut sich jeder mit dem, was die Welt im innersten zusammen hält. Das nennt man nämlich Liebe Und wenn man die Liebe kennt, kennt man auch die Seele.

Nun, interessant ist das ganze Geforsche und Erklären sicherlich, aber es ist sinnlos. Wenn man einem Kind in hundert Jahren in der Schule eine Definition für die Seele, eine für Gott und dazu eine Formel für die Liebe auftischt, wird es sagen: na und?

Stellt eure Köpfe ab und fühlt. Wir haben nämlich von diesem Wesen etwas mitbekommen, um es zu erkennen, es möchte gar nicht unentdeckt bleiben - und das ist das Herz. Dieses funktioniert aber grundsätzlich nur ohne den Verstand. Im Herzen findet man die Antwort, nirgendwo sonst. Das wird niemals wissenschaftlich erforscht werden. Und das hat das Wesen ganz schön klug eingerichtet, wie ich finde.

liebe Grüsse

atlantia
wie im Himmel - so auf Erden
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Ralf

Beigetreten: 14/11/2007 19:33:31
Beiträge: 26
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Hallo Atlantia!

Ich freue mich, dass Du die Gegenwart Gottes erfahren hast, die viele Menschen zeit ihres Lebens vergeblich suchen. Aber das ist ein eigenes Thema, über das sicherlich manches zu sagen wäre.

Hier - bei "Fragen zu Lucys Axiom" - ging es mir zunächst darum, meine Kenntnisse in einem - wie ich finde - sehr spannenden Bereich der Physik zu erweitern. Darüber hinaus möchte ich Lucy ganz besonders ermutigen, ihre Überlegungen und Untersuchungen mit aller Kraft weiterzuentwickeln! Wo wäre die Wissenschaft heute, wenn intelligente und kreative Forscher wie Galileo Galilei, Isaac Newton und Albert Einstein ihre zunächst "unglaublichen" Ideen nicht beharrlich ausgearbeitet und gegen große Widerstände durchgesetzt hätten?

Liebe Atlantia, wie Du schreibst, haben die Menschen schon immer versucht herauszufinden, "was die Welt im Innersten zusammenhält". Ich meine, das ist durchaus sinnvoll, da Gott uns den Verstand vermutlich deshalb mitgegeben hat, damit wir unser Wissen vermehren und uns geistig weiterentwickeln. Insofern erscheint es mir ganz natürlich, wenn Forscher versuchen, immer weiter in die Geheimnisse der Schöpfung vorzudringen. Das heißt nicht, dass wir nur noch rational handeln sollen, vielmehr gehören Fürsorge und Liebe in gleicher Weise zur menschlichen Natur.

Viele Grüße
Ralf
atlantia7777

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Beigetreten: 21/08/2007 17:08:17
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Guten Morgen lieber Ralf,

ja da hast du sicherlich recht. Es ist ja auch spannend, alles ganz genau zu erforschen. Leider sieht man, wie weit diese Welt mit all ihrem Forschen gekommen ist ... das Unsichtbare und Unerklärliche wird für nicht-existent erklärt und die Menschen verhalten sich in jeder Hinsicht, als ob es keinen Gott gäbe.

Insofern kann ich persönlich nur wiederholen: fragt ab und zu mal euer Herz, was in der Welt in Wirklichkeit los ist. Sonst geht es noch mehr bergab.

Meine Erfahrung ist: Wir sind nicht hier um zu forschen, sondern um zu lieben. Und damit meine ich nicht, sich zu verlieben und Kinder zu bekommen (das sicherlich auch). Kannst du alles lieben, was ist, nur weil es ist? Der Verstand ist dabei i.d.R. eher keine grosse Hilfe.

Im übrigen kann jeder jederzeit Gott im Alltag erfahren. Dazu braucht man keine besonderen Erlebnisse. Aber die meisten Menschen haben verlernt, ihn dort zu finden, wo er eigentlich ist: in jedem anderen Menschen, in jedem Kinderlachen, in allem, was lebt und allem, was uns begegnet. Sie suchen vergeblich, weil sie meinen, man muss Gott erst irgendwo finden, aber er ist schon lange da und spricht täglich mit ihnen.

Das passiert, wenn man erst alles bewiesen haben möchte und den Blick für die einfachen Dinge verliert. Eigentlich muss man nur sein Herz aufmachen, noch nicht mal seine Augen. Was meinst du, warum die Menschen, die ein Nahtoderlebnis hatten, ihr Leben plötzlich anders leben und jede Blume und jeden Sonnenuntergang als etwas Besonderes ansehen (so steht es doch in den meisten Berichten, nicht wahr? - alle ändern sie ihre Sichtweise auf das Leben).

Ich wünsche jedem hier, dass er heute anfängt, sich den Himmel, in dem wir alle schon lange leben, mal genauer anzugucken.

seid alle herzlich gegrüsst

atlantia


wie im Himmel - so auf Erden
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Claudia

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Beigetreten: 02/02/2008 16:52:47
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Betreff: Wissenschaft: das Erkennen und Finden von Unterschieden


Lieber Ralf,

zum Thema Wissen und Glauben, sowie den Unterschieden, wie die einzelnen Menschen damit umgehen hat sich Hermann Hesse in Narziß und Goldmund schon Gedanken gemacht. Es ist immer wieder faszinierend, dass man verschieden Erkenntnisse aus Erfahrungen ziehen - und sich doch einig sein kann. Auch unser "Geist" und unsere Be-Geist-erungsfähigkeit leben in der Welt der Polaritäten solange wir atmen!

Besondere Sätze haben mich bewegt:

...>> Trotz aller tiefen Verschiedenheit ihrer Wesen hatten sie beide viel voneinander gelernt; es war zwischen ihnen neben der Vernunftsprache allmählich eine Seeelen- und Zeichensprache entstanden<<...

...>> und Wissenschaft ist, gar nichts anderes als eben das ?Versessen sein auf das finden von Unterschieden.? ... Wissenschaft heißt Unterscheidungskunst. Zum Beispiel an jedem Menschen die Merkmale finden, die ihn von den anderen unterscheiden, heißt ihn erkennen.<<...

...>>Wir kommen auf keinem Wege einander näher. ... Es ist nicht unsere Aufgabe, einander näher zu kommen, sowenig, wie Sonne und Mond zueinander kommen, oder Meer und Land. Unser Ziel ist nicht, ineinander über zu gehen, sondern einander zu erkennen und einer im anderen dass sehen und ehren zu lernen, das er ist: des anderen Gegenstück und Ergänzung.<<...

...>> die Naturen von deiner Art, die mit den starken und zarten Sinnen, die Beseelten, die Träumer, Dichter, Liebenden, sind uns anderen, uns Geistmenschen, beinahe immer überlegen. ... Ihr lebet im Vollen, euch ist die Kraft der Liebe und des Erleben können gegeben. Wir Geistigen, obwohl wir euch häufig zu leiten und zu regieren scheinen, leben nicht im Vollen, wir leben in der Dürre.<<...

...>> Das Ziel? (Ich werde so oder so sterben) Einerlei. Das Ziel ist dies: mich immer dahin zu stellen, wo ich am besten dienen kann, wo meine Art, meine Eigenschaften und Gaben den besten Boden, dass beste Wirkungsfeld finden. Es gibt kein anderes Ziel (der Weg ist das Ziel) <<....

....>> du solltest mich nicht beneiden. Es gibt keinen Frieden, so wie du es meinst. Es gibt den Frieden, gewiss, aber nicht einen, der dauernd in uns wohnt und uns nicht mehr verlässt. Es gibt nur einen Frieden, der immer und immer wieder mit unablässigem Kämpfen erstritten wird und von Tag zu Tag neu erstritten werden muss<<...

***********************************************************+

Und solange wir in dieser Polarität leben, solange wir suchen und kämpfen, solange wir streben und Geizen.... solange wird auch der jeweilige Gegenpol zu uns finden: Das Finden, der Friede, das Zufall-en, die Gunst!

Kein Pol lässt sich, solange wir leben und atmen, ohne den anderen auszuschließen, erreichen! Hier auf Erden gibt es immer Zwei-fel

Wenn wir sterben werden wir All-Eins ... dann gibt es auch keine Lichtgeschwindigkeit mehr im Tod (nur in der Zeit des Sterbens)

Dann sind wir eins, so als ob Du mit einer Tasse voll Wasser ans Meer gehst und ihren Inhalt dort hineinkippst. Sie geht über in den ewigen Kreislauf und nach einiger Zeit wird es selbst für den gerissensten
Wissenschaftler schwierig zu unterscheiden, welches Wassermolekül vorher in der Tasse war und welches im Meer. Du kannst die Form der Tasse nicht mehr erkennen und doch ist es vollkommen logisch, das der Inhalt im Meer ist!

Es ist nicht schwer andere Meinungen hinzukommen zu lassen. Es gibt unendlich viel Wasser in der Quelle des Heil-Landes. Keiner nimmt dem Anderen was.

Ich hab mich über Deine wissenschaftlichen Erläuterungen und Hinterfragungen sehr gefreut. Mir fällt es nicht leicht, dass immer so auf den Punkt zu bringen und Deine Ansicht hat mir neue Denkanstöße gegeben.

Danke Dir

Claudia
Sei Deiner Welt ein Engel,
so wird sie Dir-
trotz aller Mängel-
so gut sie kann ein Himmel sein!
Susi

Beigetreten: 15/02/2008 14:40:22
Beiträge: 4
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Hallo,

ich bin ganz neu im Lucy-Forum, fasziniert von den beiden Büchern und beeindruckt von den Diskussionen. Es ist das erste Mal für mich überhaupt, dass ich bei so einem Forum mitmache und muss mich erst mal innerlich sortieren. Denn vieles, was ich in den letzten Wochen in den Büchern und hier gelesen habe, arbeitet in mir, eröffnet mir neue Sichtweisen, bestätigt eigene Erkenntnisse oder entwickelt sie weiter.

Zunächst aber mal ein paar sehr pragmatisch-technische Fragen:

1. Wann kommt das 3. Buch? Gibt es da auch Antworten auf meine nächsten Fragen?

2. Haben Tiere auch eine Seele, die mit Lichtgeschwindigkeit ins Universum entschwindet? Was ist mit den Pflanzen? -> alles ist ja Leben...

3. Lucy's zentrales Thema ist das Licht. Ohne Sonne - kein Licht. Ohne Licht sind die Axiome von Lucy wertlos. Was ist außerhalb unseres Sonnensystems? Eine seelenlose Leere?

4. Sind die Wege der Seelen im Moment des Todes (Tunnelerlebnis - Lichtgeschwindigkeit) immer gleich oder spielt die "Art" des Todes eine Rolle? - sei es im Hinblick auf den Weg oder im Hinblick auf die Seele selbst. Zumindest für das hinterbleibende Umfeld entsteht ja ein völlig anderes Emfpinden in Bezug auf das Ableben eines Menschen - wenn es sich z.B. um ein so genanntes "sanftes Entschlafen" handelt oder um einen durch Krankheit schmerzerfüllten, qualvollen Tod oder gar um Mord.

Vielleicht will ich es mal wieder zu genau wissen, aber Darstellungen wie die von Lucy werfen unweigerlich eine Menge Fragen auf und lassen vieles in neuem Licht erscheinen.

Der dicke Fast-Vollmond scheint durch's Fenster rein, als wollte er mich auslachen. Ich höre jetzt lieber auf.

Grüße an alle
Susi

atlantia7777

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Beigetreten: 21/08/2007 17:08:17
Beiträge: 193
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Susi wrote:


Guten Morgen Susi!

ich mache dann mal den anfang

2. Haben Tiere auch eine Seele, die mit Lichtgeschwindigkeit ins Universum entschwindet? Was ist mit den Pflanzen? -> alles ist ja Leben...

was meinst du denn selbst? hast du vielleicht ein haustier? oder schau einfach einem hund oder einem pferd in die augen und dann stelle dir diese frage noch einmal: hat dieses wesen eine seele? ich bin sicher, du kannst dir die antworten selbst geben, niemand hier kann das besser können als du selbst!

3. Lucy's zentrales Thema ist das Licht. Ohne Sonne - kein Licht. Ohne Licht sind die Axiome von Lucy wertlos. Was ist außerhalb unseres Sonnensystems? Eine seelenlose Leere?

licht bedeutet aber nicht (nur) sonnenlicht. die liebe, die wir spüren, das ist das licht, um das es in dieser welt geht. die sonne ist für uns menschen natürlich DAS symbol für licht, und Gott hat sie nicht zufällig in den mittelpunkt unseres sonnen-systems gesetzt
ausserhalb unseres sonnensystems gibt es unzählige andere sonnensysteme, dazu gibt es sicher sehr gute seiten im internet



4. Sind die Wege der Seelen im Moment des Todes (Tunnelerlebnis - Lichtgeschwindigkeit) immer gleich oder spielt die "Art" des Todes eine Rolle? - sei es im Hinblick auf den Weg oder im Hinblick auf die Seele selbst. Zumindest für das hinterbleibende Umfeld entsteht ja ein völlig anderes Emfpinden in Bezug auf das Ableben eines Menschen - wenn es sich z.B. um ein so genanntes "sanftes Entschlafen" handelt oder um einen durch Krankheit schmerzerfüllten, qualvollen Tod oder gar um Mord.

tod bedeutet meiner meinung nach lediglich einen übergang in eine andere daseinsform der seele. das gefährt "körper", das wir benötigen, um hier "unten" in der dualität zu existieren, wird dann nicht mehr benötigt.
also ist der zustand des körpers beim eintritt des todes in der logischen folge unwichtig, da die seele ihn eh zurücklässt.


Vielleicht will ich es mal wieder zu genau wissen, aber Darstellungen wie die von Lucy werfen unweigerlich eine Menge Fragen auf und lassen vieles in neuem Licht erscheinen.

Der dicke Fast-Vollmond scheint durch's Fenster rein, als wollte er mich auslachen. Ich höre jetzt lieber auf.

*lach* morgen ist mondfinsternis, ein sehr wichtiges ereignis in dieser zeit.
ich wünsche allen magische momente!

glg atlantia


Grüße an alle
Susi

 
wie im Himmel - so auf Erden
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