Hat das Leid einen Sinn?

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Gillmeise

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Hallå!

Mir ist da beim Nachdenken über das Karma nochmal eine Frage durch den Kopf gegangen, die mich nicht los lässt: Ich weiß ja nun nicht in wie weit die Karma-Theorie, die Allesok so anschaulich und ausführlich beschrieben hat, zutreffend ist oder nicht. Zumindest kann ich sie teilweise nachvollziehen und als wahr erachten. Allerdings wirft sich dabei eine Frage für mich auf: Angenommen, da sitzt z. B. ein armer Bettler am Wegesrand, der um einen Euro oder ein paar Kronen bittet, könnte es uns, die wir besser situiert sind, der Anblick dieses armen Menschen nicht zu Übermut verleiten? Z. B. in dem wir denken: "Selber Schuld! Er ist hierher gekommen um schlechtes Karma aufzuarbeiten!"? Oder wenn wir jemandem begegnen, der von schwerer Krankheit gezeichnet ist: Dass wir einfach denken: "Selber Schuld! Wahrscheinlich hast du dich in deinem vergangenen Leben selbst in diese Situation hinein geritten?" Dieser Gedanke macht mir irgendwie Angst.
Ich kann dem Karma-Gedanken so weit folgen, indem ich mir vorstelle, dass die Seele verschiedene Lernaufgaben bestehen muss, um zu reifen. Aber ich bezweifel, ob diese Lernaufgaben wirklich immer in Verbindung zu etwaigen gemachten Fehlern aus vergangenen Leben stehen. Könnte es nicht auch so sein, dass jedes Leben hier auf Erden eine kleine in sich abgeschlossene Episode ist? Eine Teiletappe auf dem Weg der Reife? So wie z. B. die 7 Bücher über Narnia: Jedes Buch in sich enthält eine abgeschlossene Geschichte, aber nur in ihrer Gesamtheit ergeben diese Bücher einen wirklichen, tieferen Sinn?

Viele Grüße,
eure Kathrin!
Und meine Seele spannte weit ihre Flügel aus
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atlantia7777

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Gillmeise wrote:


guten morgen Kathrin!

Allerdings wirft sich dabei eine Frage für mich auf: Angenommen, da sitzt z. B. ein armer Bettler am Wegesrand, der um einen Euro oder ein paar Kronen bittet, könnte es uns, die wir besser situiert sind, der Anblick dieses armen Menschen nicht zu Übermut verleiten? Z. B. in dem wir denken: "Selber Schuld! Er ist hierher gekommen um schlechtes Karma aufzuarbeiten!"? Oder wenn wir jemandem begegnen, der von schwerer Krankheit gezeichnet ist: Dass wir einfach denken: "Selber Schuld! Wahrscheinlich hast du dich in deinem vergangenen Leben selbst in diese Situation hinein geritten?"


die menschen, die ich kenne - mich eingeschlossen- haben diese erkenntnisse, die ich euch z.b. hier mitteile, auf ihrem spirituellen weg bekommen, und dieser weg ist immer ein weg der LIEBE. man kann sich zwar viel anlesen, oder es zumindest versuchen, aber man wird viele dinge nicht verstehen, wenn man sein herz nicht geöffnet hat. die wahrheit liest und hört man immer nur mit dem herzen, niemals mit dem kopf.
wenn ich einen solchen menschen sehe, verstehe ich nach meiner erfahrung und auffassung zwar auf der einen seite die gründe, warum seine situation so ist, aber daran denke ich nicht primär.

meine gedanken sind: Gott liebt diesen menschen genauso unendlich wie mich, ich begegne ihm so gut ich kann mit liebe und respekt.
der fokus liegt auf liebe und nicht auf karma.
das kommt automatisch, je enger die persönliche beziehung zu Gott wird. diese beziehung ist die wichtigste im leben, und sie beeinflusst alle anderen beziehungen, sei es zu menschen oder tieren.

deshalb sagte ich an anderer stelle auch, wenn jeder mensch wüsste, dass er unendlich geliebt ist, würde niemand mehr einem anderen leid zufügen. das ist dann unmöglich.

ws immer und immer wieder vergessen wird, bei allen möglichen diskussionen und wissenschaftlichen versuchen, dinge zu erklären, ist leider die LIEBE. dabei sollte sie immer an erster stelle stehen, denn alles andere ist illusion.



Dieser Gedanke macht mir irgendwie Angst.
Ich kann dem Karma-Gedanken so weit folgen, indem ich mir vorstelle, dass die Seele verschiedene Lernaufgaben bestehen muss, um zu reifen. Aber ich bezweifel, ob diese Lernaufgaben wirklich immer in Verbindung zu etwaigen gemachten Fehlern aus vergangenen Leben stehen. Könnte es nicht auch so sein, dass jedes Leben hier auf Erden eine kleine in sich abgeschlossene Episode ist? Eine Teiletappe auf dem Weg der Reife? So wie z. B. die 7 Bücher über Narnia: Jedes Buch in sich enthält eine abgeschlossene Geschichte, aber nur in ihrer Gesamtheit ergeben diese Bücher einen wirklichen, tieferen Sinn?

das ist auch meine auffassung, wobei es natürlich schwierig wäre, zu unterscheiden: was ist ausgleich von karma, was sind lernaufgaben, die man z.B. einzig aufgrund der ewigen geschichte mit der dualseele hat usw.

aber es spielt ja keine rolle. lernen ist lernen

glg atlantia

Viele Grüße,
eure Kathrin!  
wie im Himmel - so auf Erden
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Gillmeise

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Beigetreten: 09/09/2007 18:15:03
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Hallå Allesok ( und alle anderen )

Inzwischen habe ich mich mal daran gemacht, mir alle Forumsbeiträge dieses Threads noch einmal in ausgedruckter Form zu vergegenwärtigen und ich habe auch deine ( Allesoks ) HP besucht. Natürlich habe ich es ( noch ) nicht geschafft, mir alle Einzelheiten ganz genau durchzulesen, aber immerhin habe ich schon ein ganzes Kapitel "durchgeackert". Nun kommen auch dazu wieder von mir ein paar Fragen:
- Was ist die Jakobsleiter?
- Wie kommt man zu der Annahme, dass es exakt 9 Engelswelten gibt, ein zehntes Niveau ( auf dem unsereins sich befindet ) und ein elftes ( die Hölle )? Bezieht man sich dabei auf irgendwelche Aussagen in der Bibel? Mir kommt diese Theorie von den verschiedenen Welten nicht ganz unbekannt vor: Wenn ich mich recht entsinne, hat Swedenborg von verschiedenen Himmeln gesprochen. Wie unterscheiden sich - laut Annahme der Gnostiker - die 9 Engelswelten voneinander?
- Wenn ich die Theorie der Gnostiker richtig verstanden habe, dann sind wir dadurch zu "gefallenen Engeln" geworden, dass wir hochmütig geworden sind und unsere Freiheit auf Kosten unserer Mitseelen voll auskosten wollten. Oder mit den Worten der Bibel gesprochen: Wir haben vom Baum der Erkenntnis genascht, und dieser Übertritt ( <- detta övertramp - Vad säger man egentligen på tyska??? ) hat uns in die Welt der Materie bzw. in die Dualität fallen lassen. Das klingt einerseits einleuchtend, aber andererseits auch wieder überhaupt nicht: Ich persönlich stelle mir die Seelen als ein Abbild Gottes vor: Licht, Liebe, ewiger Frieden. Wie kann eine Seele, die doch eigentlich die pure Liebe Gottes verkörpert, plötzlich den Wunsch verspüren, auf Kosten ihrer Mitseelen ihre Freiheit auszukosten? Zumal sie doch - laut Theorie der Gnostiker - im selben Moment, wo sie ihrer Mitseele Schaden zufügt, die Folgen davon am eigenen "Leibe" ( <- sofern man bei einer Seele von Leib sprechen kann ) spürt?
- Und in diesesm Zusammenhang stellt sich mir auch die Frage: "Was kam zuerst - das Huhn oder das Ei?" Anders ausgedrückt: Eine Seele, die inkarniert, tut dies - laut Theorie der Gnostiker - aus dem einfachen Grunde, dass sie mindestens ein Mal zuvor gelebt hat. Und zwar als Täter. Aber was kam davor? Vor diesem ersten Leben? Bevor die Seele zum Täter werden konnte? Oder anders ausgedrückt: Wo nahm die Sünde ihren Anfang? Damit wären wir wieder bei meiner obigen Frage angelangt: Wie konnte die nach dem Bilde Gottes geschaffene, aus Licht und Liebe bestehende, vollkommene Seele zu einem "gefallenen Engel" werden? Wie kam es zum Sündenfall?
Angenommen, dieser Wunsch nach Freiheit auf Kosten anderer, hat von Anbeginn der Schöpfung in dieser Ur-Seele gesteckt, dann hätte Gott mit seiner Schöpfung missglückt ( <- schlecht ausgedrückt, deshalb jetzt nochmal das Ganze auf Schwedisch: ... då hade Gud med sin skapelse misslyckats. ) Aber kann einem allmächtigen Gott wirklich etwas misslingen? Könnte es nicht so sein, dass es neben Gott - aus welchem Grund auch immer - auch eine böse Macht gibt, die Mitherrscher in dieser Welt ist?
- Die Karmahypothese:
Die Gnostiker nehmen also an, dass wir eine Erfahrung "rund" machen müssen, indem wir von der Täterrolle im nächsten Leben in die Opferrolle schlüpfen. Wir bekommen die Rechnung für unsere Vergehen also ins nächste Leben nachgetragen. Dies aber müsste doch langfristig gesehen einmal zur Folge haben, dass alle Seelen irgendwann einmal alle Lernaufgaben passiert ( und hoffentlich bestanden ) haben. Über die vielen Jahrtausende und Jahrmillionen seit es Menschen gibt, müsste sich doch langsam mal eine Verbesserung bzw. das Zwischenergebnis einer guten Entwicklung bemerkbar machen. Aber wenn man so die Zeitung liest, bzw. die Nachrichten schaut, wird eher das Gegenteil sichtbar: Keine Verbesserung in Sicht! Mehr Leid, Elend und Krieg denn je zuvor!
- Und zu welchem Zweck kamen all die ( wenigen ) erfolgreichen Menschen unserer Zeit zur Welt: alle Reichen, die in ihren Villen / Traumhäusern / Schlössern jenseits von allem Leid und Elend leben, alle erfolgreichen Schauspieler, alle bewunderten Opernstars und Klavier-Genies, alle Öl-Scheichs, alle für ihre Schönheit bewunderten Miss Germanys und Fröken Sverige? Welche Lernaufgabe haben sie in dieser Inkarnation zu bestehen? Entweder haben sie ihre bisherigen Leben so meisterhaft gelebt, dass sie eigentlich gar nicht hätten wieder kommen zu brauchen, oder sie gönnen sich einfach mal eine Lernpause?
- Und was ist mit all den unzähligen Menschen, die unter Hitlers Regime in Konzentrationslagern vergast wurden oder in Arbeitslagern einem grausamen Tod entgegen gingen? Was haben sie nur in ihren vorherigen Leben verbrochen?
- Angenommen das Opfer-Täter-Prinzip trifft immer ausnahmslos auf alle Menschen bzw. Seelen zu: Das würde dann ja bedeuten, dass das Schicksal voraus bestimmt ist und ich ein schweres Schicksal unter keinen Umständen durch eigenes Handeln abwenden könnte. Angenommen, ich bin in einem vergangenen Leben angetrunkener Weise und mit überhöhter Geschwindigkeit Auto gefahren, so dass ich dabei einen Menschen tot gefahren habe. Ist dann mein unweigerliches Schicksal, dass ich in diesem Leben selbst zum Verkehrsopfer werde? Unabdingbar?
- Viele Nahtoderfahrene berichten von einer Art Lebensrückschau, wo sie ihr gesamtes Leben wie in einem Film noch einmal vor sich ablaufen sehen. Nach jeder "Episode" werden sie von einem Lichtwesen ( Gott, Jesus, Engel, ... ) befragt: "War das richtig wie du hier gehandelt hast?" Ich persönlich stelle mir hierbei vor, dass diese Lebensrückschau das Jüngste Gericht ist, von dem in der Bibel gesprochen wird: Uns werden unsere Vergehen und Missetaten vor Augen geführt, wir spüren den Schmerz, den wir einem anderen angetan haben ( da wir ja als Seelen alle miteinander verbunden sind ), wir kommen zur Einsicht über unser Handeln, verspüren Reue, tun Buße und bekommen göttliche Vergebung. Warum muss ich dann trotzdem noch einmal inkarnieren, um denselben Schmerz noch einmal zu erleben? Wo bleibt da die göttliche Vergebung?
Wie ich in meinem letzten Forumsbeitrag schon angedeutet hatte, kann ich mir durchaus vorstellen, dass die Art und Weise, in der wir unser vorheriges / unsere vorherigen Leben gelebt haben, Konsequenzen haben für unser jetziges Leben: Ich denke, Gott gibt jedem immer wieder eine neue Chance - so lange, bis auch das bewusste Ich sich Gottes Liebe bewusst ist und imstande ist diese weiter zu geben. Aber müssen diese Konsequenzen wirklich immer so drastisch sein? Welch eine Art von Lernaufgabe hätte in so einem Fall ein Adolf Hitler zu bestehen? 6 Millionen mal wieder geboren zu werden, um 6 Millionen mal in der Gaskammer vergast zu werden? Oder nur 2 Millionen mal Gaskammer, 1 Millionen mal Tod durch Erschießen, 1 Millionen mal Tod durch Hängen und 2 Millionen mal Arbeitslager?
- Du hattest einige Bibelzitate genannt, die auf sehr eindrucksvolle Art und Weise die Reinkarnationstheorie untermauern. ( An dieser Stelle eine kleine Bitte: Es wäre schön, wenn du bei Gelegenheit die schwedische Bibelübersetzung von 1917 durch "Bibel 2000" ersetzen könntest, da Erstgenannte nicht mehr richtig "up to date" ist, d. h. rein grammatisch sehr schwer verständlich ist. Mag sein, dass "Bibel 2000" nicht mehr so lieblich klingt, aber der Inhalt wird wesentlich besser verständlich. )
Mein Konfirmationsspruch lautet wie folgt:
Jesus Christus spricht: "Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt. Und wer da lebt und glaubt an mich, wird nimmermehr sterben."
Heißt das im Klartext: "Wer mich verstanden hat und meinem Beispiel folgt, hat verstanden, worum es geht. Der hat seine Lernaufgabe hier auf Erden erfolgreich bestanden und braucht nicht wieder geboren zu werden." ? Das wäre für mich die einzig logische Erklärung.
- Eine Frage zum Thema "Reinkarnation bei Tieren": Persönlich glaube ich, dass auch Tiere wieder geboren werden. Aber können auch Tiere Lernaufgaben haben? Wenn ja, in welcher Art und Weise?
- Dann noch eine Frage zum Schluss, auch wenn die vielleicht nicht mehr ganz zum Thema gehört. Du hattest zum Thema "Karma" auf deiner HP unter anderem auch eine Unterrubrik mit dem Titel "Darf man töten?". In diesem Zusammenhang würde es mich interessieren, ob Sterbehilfe schwerkranker Menschen gerechtfertigt ist oder nicht. Selbst bin ich eigentlich Befürworterin der Sterbehilfe, auch wenn ich natürlich die Probleme sehe, die dabei auftauchen.
So, bevor ich den Rahmen dieses Threads noch sprenge, verabschiede ich mich für heute Abend.

Många hälsningar från

Kathrin!
Und meine Seele spannte weit ihre Flügel aus
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atlantia7777

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Beigetreten: 21/08/2007 17:08:17
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Gillmeise wrote:


Hallo Kathrin,

- Wie kommt man zu der Annahme, dass es exakt 9 Engelswelten gibt, ein zehntes Niveau ( auf dem unsereins sich befindet ) und ein elftes ( die Hölle )? Bezieht man sich dabei auf irgendwelche Aussagen in der Bibel? Mir kommt diese Theorie von den verschiedenen Welten nicht ganz unbekannt vor: Wenn ich mich recht entsinne, hat Swedenborg von verschiedenen Himmeln gesprochen. Wie unterscheiden sich - laut Annahme der Gnostiker - die 9 Engelswelten voneinander?

meiner meinung nach ist das alles so kompliziert, dass es nur menschenwerk sein kann. bei Gott ist alles einfach. man sollte sich nicht an solchen zahlen und theorien festhalten, sondern Gott lieber im alltäglichen leben suchen und ihm dort begegnen, wo er wohnt, nämlich im himmel. wo das ist? natürlich dort, wo Gott ist. also überall, wenn wir es wollen.
jeder mag sich sein glaubensgebäude errichten, wie er das möchte, aber zu viele menschliche aspekte bei solchen konstruktionen halte ich persönlich für verwirrend und überflüssig.


Und zu welchem Zweck kamen all die ( wenigen ) erfolgreichen Menschen unserer Zeit zur Welt: alle Reichen, die in ihren Villen / Traumhäusern / Schlössern jenseits von allem Leid und Elend leben, alle erfolgreichen Schauspieler, alle bewunderten Opernstars und Klavier-Genies, alle Öl-Scheichs, alle für ihre Schönheit bewunderten Miss Germanys und Fröken Sverige? Welche Lernaufgabe haben sie in dieser Inkarnation zu bestehen?


für die Seele ist das ziel nicht äusserer reichtum, sondern innerer, das hat also gar nichts mit materiellen dingen oder körperlichen aspekten zu tun. wenn jemand jedoch innerlich wunderschön ist, dann ist seine aufgabe vermutlich, anderen mit seinem licht den weg zu zeigen, anderen auf ihrem weg zu helfen bzw. einfach, sein licht in diese welt zu tragen. dies sind aufgaben der seele, und nicht ruhm und schönheit.

- Und was ist mit all den unzähligen Menschen, die unter Hitlers Regime in Konzentrationslagern vergast wurden oder in Arbeitslagern einem grausamen Tod entgegen gingen? Was haben sie nur in ihren vorherigen Leben verbrochen?

vielleicht wollten diese seelen ganz einfach diese erfahrungen machen. wir werden das hier auf dieser seite des vorhangs vermutlich nie erfahren.
- Viele Nahtoderfahrene berichten von einer Art Lebensrückschau, wo sie ihr gesamtes Leben wie in einem Film noch einmal vor sich ablaufen sehen. Nach jeder "Episode" werden sie von einem Lichtwesen ( Gott, Jesus, Engel, ... ) befragt: "War das richtig wie du hier gehandelt hast?" Ich persönlich stelle mir hierbei vor, dass diese Lebensrückschau das Jüngste Gericht ist, von dem in der Bibel gesprochen wird: Uns werden unsere Vergehen und Missetaten vor Augen geführt, wir spüren den Schmerz, den wir einem anderen angetan haben ( da wir ja als Seelen alle miteinander verbunden sind ), wir kommen zur Einsicht über unser Handeln, verspüren Reue, tun Buße und bekommen göttliche Vergebung. Warum muss ich dann trotzdem noch einmal inkarnieren, um denselben Schmerz noch einmal zu erleben? Wo bleibt da die göttliche Vergebung?

durch Gottes Gnade erhalten die seelen die chance, hierher zurückzukommen und in dieser einzigartigen welt erneut ihren weg nach hause zu finden. Gott muss uns nichts vergeben, in Gottes augen sind wir vollkommene wesen und er liebt uns unendlich. Gott ist nicht der lehrer, der noten vergibt. er ist der vater, der den verlorenen sohn mit freuden empfängt und ihm ein fest bereitet. diese uneingeschränkte güte ist für uns menschen schwer vorstellbar, aber sie ist da.

Ich denke, Gott gibt jedem immer wieder eine neue Chance - so lange, bis auch das bewusste Ich sich Gottes Liebe bewusst ist und imstande ist diese weiter zu geben.

eben! siehe oben

Aber müssen diese Konsequenzen wirklich immer so drastisch sein? Welch eine Art von Lernaufgabe hätte in so einem Fall ein Adolf Hitler zu bestehen? 6 Millionen mal wieder geboren zu werden, um 6 Millionen mal in der Gaskammer vergast zu werden? Oder nur 2 Millionen mal Gaskammer, 1 Millionen mal Tod durch Erschießen, 1 Millionen mal Tod durch Hängen und 2 Millionen mal Arbeitslager?

dass solche art rechnungen unsinn sind, ist wohl klar. Gott rechnet nichts auf. du hast doch die geschichte der kleinen seele gelesen, oder?

Jesus Christus spricht: "Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt. Und wer da lebt und glaubt an mich, wird nimmermehr sterben."

liebe ist unsterblich. wer Jesus verstanden hat und an ihn als den sohn Gottes glaubt, der immer mit dem vater verbunden war, der hat somit verstanden, dass er selbst liebe ist und somit ebenfalls immer untrennbar mit Gott verbunden. so deute ich das.

- Eine Frage zum Thema "Reinkarnation bei Tieren": Persönlich glaube ich, dass auch Tiere wieder geboren werden. Aber können auch Tiere Lernaufgaben haben? Wenn ja, in welcher Art und Weise?

was steht denn in der bibel? warum hat Gott wohl so viele unterschiedliche tiere erschaffen? ich denke, es war aus liebe. sie erfreuen ihn, er ist der meinung, sie müssen in dieser welt sein, damit sie perfekt ist. und dasselbe denkt er letztlich von uns. Gott interessieren vermutlich die berühmten lernaufgaben nur peripher. er freut sich einfach, dass es dich gibt, Kathrin, und wenn du lachst, lacht er mit dir. und er erfreut sich an den tieren, die diese unsere welt schöner und reicher machen. ist das nicht der schönste daseinszweck? das höchste ziel in diesem leben ist freude, das sollten wir nie vergessen. SEIN ist unsere aufgabe.

glg atlantia, und einen schönen abend für alle!  
wie im Himmel - so auf Erden
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Ralf

Beigetreten: 14/11/2007 19:33:31
Beiträge: 26
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Hallo zusammen!

1) Zunächst ein großes Lob an Atlantia und Allesok für die ausführlichen Stellungnahmen! Die unterschiedlichen Positionen sind nun deutlich geworden. Und noch ein herzliches Dankeschön an Lucy, die dieses Forum zur Verfügung stellt, damit wir uns auf der Suche nach den letzten Wahrheiten gegenseitig unterstützen können!

2) Liebe Atlantia, Du hast hier provozierende Thesen aufgestellt:
- Die Menschen haben sich das alles (ihre Lebensverhältnisse) selbst ausgesucht
- Wer eine Krankheit braucht, der nimmt sie sich, und wer sie nicht mehr braucht, der legt sie wieder ab
- Krankheiten sind Aufgaben, aus denen die Menschen lernen sollen

Du weißt, dass ich mit Deiner Auffassung gar nicht konform gehe. Die zahlreichen Einwände, die Allesok und Gillmeise vorgetragen haben, sind meines Erachtens sehr berechtigt. Aber es gibt ja noch etwas anderes als die rationale Ebene. Und deshalb interessiert es mich, auf welche Weise Du zu den geschilderten Erkenntnissen gekommen bist. Du weißt sicherlich, dass Deine Hypothesen dem herkömmlichen westlichen Weltbild widersprechen und deshalb hier auf scharfe Ablehnung stoßen müssen. Darum frage ich mich, aus welchem Grunde Du dennoch annimmst, dass sie zutreffend sind. Kannst Du uns hierzu etwas sagen? Das würde es mir und den anderen "Ungläubigen" vielleicht ermöglichen, einen Blick hinter den eigenen Horizont zu werfen.

3) Liebe Gillmeise, ich stimme Dir völlig zu. Auch ich kann nicht glauben, dass Gott die Menschen mit Absicht leiden lässt, das wäre ja ungeheuerlich. Deshalb ist diese Ur-Frage nach wie vor offen (siehe meinen Beitrag vom 30.12.2007 zum Thema "Sinn des Lebens"). Und das gilt auch für die weitere Ur-Frage, warum die Seelen sich überhaupt von Gott getrennt haben und in die materielle Welt hinabgestiegen sind (s.o.).

4) Auf die weiteren Punkte "Re-Inkarnationstherapie" und "Karma", zu der Allesok sehr interessante Hinweise gegeben hat, würde ich gerne später noch einmal zu sprechen kommen. Hier zeichnet sich ein vielversprechender Lösungsweg ab!

Viele Grüße
Ralf
atlantia7777

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Beigetreten: 21/08/2007 17:08:17
Beiträge: 193
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Ralf wrote:


hallo Ralf!

Liebe Atlantia, Du hast hier provozierende Thesen aufgestellt:
- Die Menschen haben sich das alles (ihre Lebensverhältnisse) selbst ausgesucht
- Wer eine Krankheit braucht, der nimmt sie sich, und wer sie nicht mehr braucht, der legt sie wieder ab
- Krankheiten sind Aufgaben, aus denen die Menschen lernen sollen

Aber es gibt ja noch etwas anderes als die rationale Ebene. Und deshalb interessiert es mich, auf welche Weise Du zu den geschilderten Erkenntnissen gekommen bist.

nun, in erster linie habe ich es selbst erleben dürfen, dass krankheiten verschwinden, wenn man ihren sinn erkannt hat und an seiner inneren einstellung auf die weise gearbeitet hat, dass man diese beschwerden (der seele) nicht mehr benötigt. ich ziehe es vor, alles selbst auszuprobieren, soweit das in meinem möglichen ist, denn papier ist geduldig und bücher sagen mal dies und mal das. allerdings ist das ja nicht meine alleinige sichtweise, es gibt auch sehr gute bücher zu dem thema, die mir sehr hilfreich dabei sind, meinen krankheiten auf den grund zu gehen.

ich habe in den letzten 2 jahren alle meine himmel und höllen durchwandert, ich habe eine achterbahnfahrt hinter mir, die ihresgleichen sucht, und dabei habe ich fürs leben gelernt. heute bin ich sehr dankbar für diese erfahrungen, denn ich gehe mein leben jetzt anders an. ich weiss, dass alles seinen festen platz in Gottes welt hat, jeder mensch, jedes tier, jede begegnung, jedes gespräch und jeder augen-blick. nichts ist ohne sinn, und oft erkennt man erst im nachhinein, wie dinge sich gefügt haben. Gott sieht das schon bevor sie geschehen, also verlasse ich mich einfach ganz auf seine führung.


Du weißt sicherlich, dass Deine Hypothesen dem herkömmlichen westlichen Weltbild widersprechen und deshalb hier auf scharfe Ablehnung stoßen müssen.

es gibt unzählige menschen, die nach denselben grundsätzen leben und dieselben erfahrungen gmacht haben wie ich; es ist also keine provokante atlantia-theorie es ist eine weit verbreitete sichtweise der welt, und jeder kann das alles wie gesagt ganz leicht selbst in seinem alltag ausprobieren. probieren geht über studieren.


3) Liebe Gillmeise, ich stimme Dir völlig zu. Auch ich kann nicht glauben, dass Gott die Menschen mit Absicht leiden lässt, das wäre ja ungeheuerlich.

Gott möchte nicht, dass wir leiden. wir machen es uns selbst so schwer, weil wir vergessen haben, wer Gott ist. an anderer stelle erwähnte ich einmal, dass Gott immer nur so gross sein kann, wie wir unser bewusstsein weit machen können. und dennoch sehen wir niemals das ganze, immer nur einen ausschnitt. je weiter wir uns öffnen, desto mehr sehen wir von Gott. je weiter wir werden, desto weniger menschlich-begrenzt (in wort und tat) ist Gott für uns.

Deshalb ist diese Ur-Frage nach wie vor offen (siehe meinen Beitrag vom 30.12.2007 zum Thema "Sinn des Lebens").

sie wird es für dich auch immer bleiben, wenn du dich nicht weiter öffnest. niemand kann dir den sinn erschliessen, nur du selbst. du kannst noch hundert andere meinungen und theorien lesen, aber wenn du dein herz öffnest und die wahrheit in dir selbst entdeckst, brauchst du keine anderen meinungen mehr. du hast alle antworten bereits in dir, und nur dort sind sie zu finden! nirgendwo anders.

Und das gilt auch für die weitere Ur-Frage, warum die Seelen sich überhaupt von Gott getrennt haben und in die materielle Welt hinabgestiegen sind (s.o.).

wir waren niemals von Gott getrennt, das ist die illusion dieser welt. aber ich wundere mich, denn das haben wir hier im forum doch alles schon durchdiskutiert. meinungen hast du also genug, siehe oben. jetzt bist du selbst gefragt, in dir liegt die antwort.


glg atlantia
 
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Eva55

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Beigetreten: 19/03/2008 02:43:47
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"Ich glaube zwar, dass ich mit einer Portion gesunden Gottvertrauens selbstverschuldetes Leid abwenden oder zumindest einschränken kann,... "
so schrieb Grillmeise - das würde aber bedeuten, dass Leute, die nicht an Gott glauben, die eher die Natur als Weltenbaustein akzeptieren, keine Verantwortung gegenüber den Mitgeschöpfen hätten und "böse" wären und Leid verursachen?

allesok wirft das Problem der Reinkarnation, der Seelenwanderung an - (wenn Seele sozusagen ein Sinnesorgan ist, ein sinnliches, das vielleicht so ähnlich wie ein Bestandteil des Grauens, das im Unterbewußtsein lauert, das aus früheren Generationen ererbt wurde) - dann kann man vielleicht das Leid, das wir selbst verschulden oder durch unsere Erbschuld begründet ist - und das Leid, das die Natur für uns alle Lebewesen vorsieht, indem der Tod ein Teil des Lebens ist.

Sicher stimmt auch, dass wir die Freude nicht wahrnehmen könnten, wenn wir nicht auch das Leid wahrnehmen könnten.

Mich beeindruckt immer noch die Bemerkung, dass möglicherweise die Seele der Lebewesen sozusagen so etwas ist, wie die Fotosynthese der Pflanzen - nämlich ein Lichtreiz der Wahrnehmung, der Angst und Freude usw. in unseren Körpersäften ausdrückt. Das ist vielleicht nicht sehr romantisch - und nach den Grausamkeiten, die im Kommunismus passiert sind, kann es vielleicht sein, dass aus Angst plötzlich an einem Götterbild festhalten - das vielleicht wirklich seit 200 Jahren überholt ist? Andererseits: die 3 Abrahamsreligionen wurzeln ja seit 5768 Jahren - als Fortsetzung der Pharaonen-Staatsreligion ...



Schönen _Sonntag

Irgend jemand (Lars?) hat mal behauptet, meine Beiträge passen hier nicht - weil ich eher in ein Sigmund-Freud-Diskussionforum gehen solle, sie glauben eher, dass Maslow der Nachfolger von Freud wäre (andere behaupten das von Jung) . ... er es kann doch nicht sein, dass alle Wissenschaftler der letzten 200 Jahre isloiert und auseinandergespalten werden ? ....


[b]nichts für ungut, ab und zu schaue ich da herein ... auf der Suche nach Ideen der Fotosynthese, ob Physiker mit der Licht-Theorie eine Erklärung finden, wie wir halbwegs konfliktfrei miteinander leben können ...
Schichtenmodell von Sigmund FREUD (+ Pythagoras)
ICH (Handlung) a² + ES (Unterbewußtsein, Trieb) b² = Über-ICH (Gesetze, Rollen, Normen) c²
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Gillmeise

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Guten Abend!

Erst einmal vorweg ein paar Worte an Eva:
Es wäre nett, wenn du das "r" aus meinem Spitznamen streichen könntest. Ich will nicht gegrill werden!!!

Du schreibst:
das würde aber bedeuten, dass Leute, die nicht an Gott glauben, die eher die Natur als Weltenbaustein akzeptieren, keine Verantwortung gegenüber den Mitgeschöpfen hätten und "böse" wären und Leid verursachen?

Ich habe nie behauptet, dass all jene Menschen, die nicht an Gott glauben, kein Verantwortungsgefühl besäßen und zwangsläufig böse wären. Ich kenne eine ganze Reihe von Menschen, die nicht an Gott glauben, und ich habe nicht den Eindruck, dass diese Menschen böser sind als jene, die an Gott glauben. Ich würde sogar so weit gehen zu behaupten, dass die Menschen, die mich am meisten verletzt haben, Menschen waren, die zumindest von sich behaupten an Gott zu glauben. Die Annahme, dass ungläubig gleichzusetzen ist mit böse halte ich für verkehrt. Ebenso wie die Annahme, dass Christen bessere Menschen sind.
Allerdings möchte ich behaupten, dass wir, die wir an Gott glauben, unser Denken und Handeln in vielen Punkten anders bewerten als jene Menschen, die nicht an Gott glauben. Wir sehen die Dinge in einem anderen Licht. Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Natur ist nicht unbedingt an einen bestimmten Glauben geknüpft, aber unter dem Blickwinkel des Glaubens betrachtet, erscheint das Verantwortungsbewusstsein vielleicht in einem anderen Licht.
Aber dir, die du ja offensichtlich nicht an Gott glaubst, möchte ich gern ein Sprichwort mit auf den Weg geben, dass für ALLE Menschen gleichermaßen gilt - ob sie nun an Gott glauben oder nicht. Es lautet:
Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu.

Themenwechsel:

Nun ein paar Worte zu Ralf ( und alle anderen natürlich auch ):
Ich hätte noch eine Leidenstheorie im Angebot, allerdings hat diese Theorie nichts zu tun mit der Reinkarnationslehre. Wobei sie selbige natürlich nicht ausschließt. Diese Theorie erklärt natürlich auch nicht die Ursache und den Sinn des Leidens an sich, aber sie liefert einige - zumindest für mich schlüssige - Erklärungen. Also: Meine Theorie ist die Evolutionstheorie! Mit selbiger ließe sich nämlich zumindest das Phänomen "Egoismus" erklären, welches ja wiederum die Ursache für viel ( nicht alles! ) Leid in der Welt ist:
Im Zuge der Evolution hat Gott in Jahrmillionen eine ausgeklügelte riesige Artenvielfalt erschaffen, die Ausdruck für Gottes Schöpfergeist ist. Dieser Artenvielfalt sind keine Grenzen gesetzt. Für die Entwicklung dieser Artenvielfalt war das Überleben des am besten Angepassten ( Charles Darwin: the survival of the fittest ) eine unabdingbare Voraussetzung. Diesem "Am-besten-Angepasstsein" ist es zu verdanken, dass es wiederstandsfähige Tiere und Pflanzen ( und Menschen natürlich ) gibt, die optimal an die Lebensbedingungen in teilweise extremen Klimaregionen ( z. B. Alaska ) gibt. Natürlich hat diese Entwicklung den Nachteil, dass sie auf Kosten schwächerer Individen geht: Der stärkste Löwe setzt sich durch, um die Löwin mit seinem Samen zu begatten. Die Jungen eines anderen Löwen werden notfalls totgebissen, um so schnell wie möglich für eigene ( "bessere" ) Nachkommen zu sorgen. Kränkelnde und verkrüppelte Tiere werden von ihren Eltern meistens gleich "entsorgt" und sei es nur aus dem Grunde, dass sie eine "verkehrte" Pelzfarbe besitzen, die in der Natur zu auffällig wäre. Auf das schwächste Glied in der Kette wird in keinster Weise Rücksicht genommen. Diese Art von Egoismus, wo nur die Stärksten durchkommen und schwache Tiere vor die Hunde gehen, war die Grundvoraussetzung dafür, dass die Evolution sich so entwickeln konnte, wie sie es getan hat. Aber eines Tages brachte die Evolution den Menschen hervor, oder anders ausgedrückt: Im Zuge der Evolution erschuf Gott eines Tages den Menschen. Und im Gegensatz zu den meisten anderen Lebewesen, die bisher diesen kleinen, blauen Planeten bevölkert haben, hat Gott sie mit so viel grauer Masse ausgestattet, dass sie dazu in der Lage waren, sich selbst als eine eigenständige Person bewusst wahrzunehmen. So weit ich weiß, sind außer uns Menschen nur noch Affen dazu imstande sich selbst im Spiegel betrachten und sich als sich selbst wahrnehmen zu können. Setzt man z. B. einer Katze einen Spiegel vor die Nase, schenkt sie ihrem Spiegelbild allenfalls einen uninteressierten Blick ohne sich dessen bewusst zu sein, dass diejenige, die sie dort gerade im Spiegel betrachtet, sie selbst ist.
Diese Fähigkeiten ist also einzig und allein uns Menschen ( und evt. noch einigen Affenarten ) vorbehalten. Worauf ich hinaus will, ist also folgendes: Im Gegensatz zu den Tieren hat der Mensch ein Ich-Bewusstsein, dass ihn grundlegend von den Tieren unterscheidet. Aufgrund dieses Ich-Bewusstseins ist es Gott möglich mit uns in Kontakt zu treten bzw. umgekehrt ist es uns möglich mit Gott in Kontakt zu treten. ( Natürlich stehen wir - alle Menschen, Tiere und Pflanzen IMMER in Kontakt zu Gott, aber dieser Kontakt liegt auf der Seelenebene, also im Unterbewusstsein. )
In dem Moment, in dem Gott mit unserem bewussten Ich in Kontakt getreten ist, hat er neue Regeln für uns aufgestellt: Jetzt hatte für uns nicht mehr der Egoismus für die Entwicklung des "am-besten-Angepasstseins" unser Leben zu bestimmen, denn entwickelt waren wir ja. ( Im Tier- und Pflanzenreich ist das natürlich etwas anderes: Dort läuft die Evolution ungehindert fort, denn warum sollte Gott - nur weil er den Menschen erschaffen hat - plötzlich all seine schöpferischen Tätigkeiten niederlegen. ) Der Egoismus war die Grundvoraussetzung dafür, dass der Mensch im Laufe der Evolution das werden konnte, was er geworden ist. Aber jetzt hat er sozusagen ausgedient, da seine Aufgabe erfüllt ist: Gott hat in dem Moment, als der Mensch "fertig gestellt" war, der Schöpfung sozusagen eine Krone aufgesetzt. Wir sollen uns die Erde untertan machen, d. h. im Klartext dass Gott, der ja nun mit unserem bewussten Ich in Kontakt getreten war, selbigem zu verstehen gegeben hat, dass es ( also der Mensch ) nun Verantwortung für die ihm anvertraute Schöpfung hat. Egoismus sollte nun der Liebe weichen. Aber hat er es wirklich getan? In uns verborgen schlummern nach wie vor jene Verhaltensmuster, die uns das haben werden lassen, was wir nun sind: Im Laufe der Evolution mussten wir Ellenbogen zeigen, Mitkonkurrenten aus dem Weg räumen, rücksichtslos unseren eigenen Vorteil erkämpfen und sogar über Leichen gehen. Und diese Verhaltensmuster haben wir bis heute nicht abgelegt. Sie sind noch immer da - bei einigen Menschen kommen sie stärker zum Ausdruck als bei anderen. Wir haben es noch immer nicht geschafft, den Egoismus durch Liebe zu ersetzen - zumindest nicht vollständig. Ich denke, diese Theorie könnte die Erklärung für jenes Leid sein, das wir uns selbst gegenseitig zufügen. Natürlich erklärt sie nicht den Sinn von Krankheiten.
Und zum Schluss noch eins: Meine Theorie ist wie gesagt nur eine Theorie. Ich erhebe keine Besitzansprüche darauf und ich will auch nicht behaupten, dass diese Theorie die seeligmachende Wahrheit ist. Sie ist eben nur eine Theorie, also ein Erklärungsversuch.

Viele Grüße,
eure Kathrin

Und meine Seele spannte weit ihre Flügel aus
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Eva55

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Beigetreten: 19/03/2008 02:43:47
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[b]nicht alles, was hinkt, ist ein Sprichwort - /b][b] die Evolutionstheorie auf Fressen-und-gefressen-werden zu reduzieren - ist die Denke der christlichen Wissenschaft - die neueste Ausrede heißt wohl "Designer-Gott" - nicht umsonst läuft der Papst jetzt zu den Amerikanern, die sind schon so schön zurückgebildet, dass man dort wieder mit Massen-Phänomenen arbeiten kann ( wer weiß, was ein Studium in USA kostet, der wird mir recht geben ) ... und Verhaltensforscher scheinst du auch nicht zu sein, nie was gehört von Konrad Lorenz und Irenäus Eibl-Eibesfeld -

Die Wissenschaftler glauben, sie wären Rumpelstilzchen und könnten Bildung und Erkenntnisse über Nacht zu Gold spinnen. In der Demokratie wurde aber vom Volk die Bildung für die Wissenschaftler bezahlt - und darum hat das Volk auch ein Recht auf Bildung, die nicht nur Manipulation ist, sondern Erkenntnisse. Nicht jeder kann das Rad neu erfinden. [/b] in-relationes - in Beziehung stehen wir letztlich alle.

Liebe Grüße an Gillmeise. sorry wegen dem rrrr... Ich wage auch nicht, nicht an Gott zu glauben, dann müßte ich ja eine neue Gesellschaftsordnung erfinden und dazu bin ich echt zu faul. Mir reicht schon, wenn ich mir gewisse politische Ereignisse mithilfe der Kommunikationsformel erklären kann und manchmal voraussehen. Ohne dass ich überirdische Fähigkeiten besitzen würde - und auch mit klarem Verstand muss ich zugeben, dass es vielleicht Nahtot-Erlebnisse gibt und dass "helles Licht" gesehen werden kann - auch frisch verstorbene können möglicherweise noch "ausgeistern" ... dabei ist aber nicht sicher, ob die überreizten Nerven der Trauernden oder die tatsächlichen Nach-Energien der Frisch-verstorbenen "geistern" . Alles was göttlich ist, muss ich respektieren, auch wenn ich es nicht nachvollziehen kann - aber alles, was echte Manipulation ist und analytisch durchschaubar ist, das muss ich nicht respektieren. Wenn es eine Seele gibt, dann haben alle Lebewesen eine Seele - und wenn es keine Seele gibt, dann nehm ich den Giftbecher, wie der Galiläus Galilei - dann ist vermutlich die Erde eine Scheibe und alle Männer haben recht



ich bin sicher nicht der Erfinder einer neuen Seelen-Theorie - ich kann noch nicht mal "fett" schreiben hier - ich schätze mal, ich habe so eine IQ von ca. 85 - aber wenn noch weitere 1000 einfache Menschen meiner Meinung sind, haben wir auch schon einen IQ von 85.000 ...
Schichtenmodell von Sigmund FREUD (+ Pythagoras)
ICH (Handlung) a² + ES (Unterbewußtsein, Trieb) b² = Über-ICH (Gesetze, Rollen, Normen) c²
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Ralf

Beigetreten: 14/11/2007 19:33:31
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Hallo Atlantia!

Vielen Dank für Deine Antwort, aber ich muss gestehen, dass ich damit einfach nicht weiterkomme. Solche spirituellen Erfahrungen habe ich - wie bereits erwähnt - noch nicht gemacht. Deshalb kann ich nur versuchen, die Theorien, die Du vorgestellt hast, rational zu prüfen und zu hinterfragen. Und da komme ich - wie bereits mehrfach geschrieben - zu dem Ergebnis, das sie aus meiner Sicht schlechterdings nicht nachvollziehbar sind. Für mich ergibt das alles keinen Sinn. Jedenfalls nicht in dieser Allgemeinheit und Unbeschränktheit!

Es mag Fälle geben, wo Menschen sich tatsächlich eine Krankheit zulegen, um damit irgendetwas zu erreichen. Aber die Behauptung, dass das immer so sein soll, erscheint mir so absurd, dass ich hierfür handfeste Indizien verlange. Und die sehe ich nirgendwo.

Wir wissen ja alle, dass die metaphysischen Theorien nicht im mathematisch-naturwissenschaftlichen Sinn beweisbar sind. Andererseits können wir nicht alles "blind" glauben, was uns erzählt wird. In der Geschichte der Menschheit hat es schon zu viele Scharlatane gegeben (das richtet sich nicht gegen Dich), denen die Gutgläubigen auf den Leim gegangen sind. Deshalb müssen derartige Hypothesen für mich zumindest plausibel sein. Und das ist hier nicht der Fall, da es aus meiner Sicht zu viele Widersprüche gibt.

Albert Einstein (der übrigens auch an eine universelle Schöpfungskraft glaubte und nicht an einen persönlichen Gott) hat gesagt, unsere Hypothesen und Erklärungen sollten so einfach wie möglich sein - aber nicht noch einfacher. Und genau darum geht es hier. Im Forum wurde die Auffassung vertreten, dass wir es uns zu leicht machen, wenn wir die Verantwortung für das unvorstellbare Leid in der Welt auf Gott abschieben. Meiner Meinung nach machen es sich diejenigen zu leicht, die die Verantwortung stets auf die Betroffenen abwälzen wollen.

Mag sein, dass mir eines Tages doch noch die "Erleuchtung" kommt und ich den Sinn des Leides erkenne. Diese Möglichkeit will ich ja gar nicht ausschließen. Aber solange mir die spirituelle Einsicht fehlt, muss ich mich an meinen Verstand halten. Und solange sich Leid und Elend auf der Erde rational nicht erklären lassen, muss ich davon ausgehen, dass Krankheiten, Seuchen, Naturkatastrophen etc. in aller Regel gar keinen Sinn haben, dass sie schlicht und einfach sinnlos sind.

Viele Grüße
Ralf
Gillmeise

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Beigetreten: 09/09/2007 18:15:03
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Hallå Ralf!

Ich kann deine Gedanken sehr gut nachvollziehen! Mir geht es nämlich ganz genau so wie dir! Auch ich sehe absolut keinen Sinn in "Extrem-Leid" ( Seuchen, Naturkatastrofen, Terror, Krieg, Gewalt ) und halte es ebenfalls für gefährlich, die Schuld dafür bei den Opfern selbst zu suchen.
In gewissen Grenzen kann ich mir durchaus vorstellen, dass so manches Leid hausgemacht ist. Wenn z. B. jemand anfängt zu rauchen, weil es "cool" ist und er damit glaubt zur "richtigen Clique" dazu zu gehören, dann begibt er sich damit in eine Form der Abhängigkeit, die ihn teuer zu stehen kommen kann: sowohl gesundheitlich wie auch finanziell
In diesem Fall könnte man von hausgemachtem Leid sprechen.
Ebenfalls wenn jemand häufig wechselnde sexuelle Kontakte hat, weil er irgend einen speziellen Reiz in einem One-Night-Stand oder einer flüchtigen Beziehung sieht, anstatt sich fest zu binden und sein Leben mit EINEM anderen Menschen zu teilen, kann dies Folgen haben: Hepatitis, AIDS, Gonorrhoeoe, Lues, ... . Auch in diesem Fall könnte man von hausgemachtem Leid sprechen.
Ähnliches gilt für Abhängigkeiten jeglicher Art ( Drogen, Alkohol, Süßigkeiten, Computerspiele, ... ).
Auch kann ich mir sehr wohl vorstellen, dass gewisse Krankheiten eine tiefere, seelische Ursache haben, und dass sie uns auf etwas aufmerksam machen wollen. In diese Kategorie würde ich z. B. Rückenschmerzen und Schlafprobleme einordnen. Wenn man die tiefsitzende seelische Ursache finden und beseitigen kann, lässt sich die äußere Krankheit bestimmt in so manchem Fall beheben.
Für alle anderen Krankheiten wie Krebs, Pest, Cholera, Lepra und Vogelinfluenza habe ich jedoch keine logische Erklärung! Das führt mich unweigerlich zu der Annahme, dass es eine böse Macht geben muss, die sich unter anderem der oben aufgeführten Krankheiten bedient.
Auch ich halte es für den verkehrten Weg Gott für alles Leid und Elend in der Welt verantwortlich zu machen. Aber für viele Menschen ist das die einfachste Lösung: So lange alles glatt läuft, ist alles Friede, Freude, Sonnenschein und da braucht man Gott nicht. Aber sobald irgendetwas schief läuft, meint man gleich jemanden gefunden zu haben, den man dafür anklagen kann: Gott! Aber das ist eine sehr einseitige Form einer Gottesbeziehung, ihn nur dann anzurufen, wenn Probleme auftauchen.
Ich denke, wir werden die Frage nach dem Sinn des Leidens hier in diesem Forum nicht zufriedenstellend beantworten können, aber eines ist sicher: Wenn wir weinen, weint Gott mit, und wenn wir leiden, leidet Gott mit. Dies hat er uns in Jesus Christus gezeigt.
Und ich denke, wenn wir alle ein kleines Stückchen dazu beitragen könnten, für einen anderen Menschen Licht zu sein und die Liebe in die Welt zu tragen, dann ließe sich zumindest ein kleiner Teil allen Leides auf Erden beseitigen oder zumindest abmildern.

Viele Grüße,
deine Kathrin!
Und meine Seele spannte weit ihre Flügel aus
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Claudia

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Beigetreten: 02/02/2008 16:52:47
Beiträge: 112
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Gillmeise schrieb:

Aber auf eine zentrale Frage habe ich noch immer keine klare Antwort bekommen, deshalb stelle ich sie hier noch ein Mal: Wenn die Seele als Abbild Gottes erschaffen wurde, vielleicht sogar ein Teil von Gott selbst ist und von Anbeginn immer da war, warum hat Gott sich dann entschieden, diese vollkommene, reine Seele in die Dualität "fallen" zu lassen? Oder anders ausgedrückt: Warum hat Gott es überhaupt erst zum Sündenfall kommen lassen, so dass diese "gefallene Seele" ( um es mal bildlich auszudrücken ) sich nun unter großen Mühen und Anstrengungen aus dem Mist heraus manövrieren muss? Es hätte doch alles so schön sein können ... bei Gott, als ein Teil von Gott, in vollständiger Einheit ... vor dem Sündenfall ... . Versteht ihr, was ich sagen will?


Liebe Kathrin - Gillmeise

Märchen waren von jeher schon immer ein Schlüssel zur Tür ins Unterbewusste. In den klassischen Märchen ging es meist darum, den Drachen in der dunklen Höhle zu besiegen .... von Nichts anderem schreiben wir hier ... denn mit diesem Drachen sind unsere Schatten gemeint ... unsere Zweifel ... unser egoistischer Wille, ohne Rücksicht auf andere zu nehmen, und die Konsequenzen daraus zu tragen, tätig zu werden.
Ich habe mir das Märchen von allesok ganz genau und mit Genuss durchgelesen und die Antwort darin gefunden. Hier auf Erden hat unsere Seele die Möglichkeit tätig zu werden, das heißt eine Tat auszuführen und den Preis dafür kennen zu lernen! Auf der höheren Ebene/Stufe gibt es diese Möglichkeit nicht, da alle eins - alleins - sind. Es gibt im Licht keinen Gegenpol ... also kein Ich und kein Du!

Wie schon so oft gesagt, schließt das Eine das Andere niemals aus - in Gott ist es all-eins!

Ich finde die Vorstellung sehr schön, dass unsere Seelen die Seminare oder Lektionen hier auf dem Schulungsplanten Erde wählen können.

Sie gibt unserer Seele die Freiheit zu entscheiden, was das Beste für sie ist, auch wenn unser Verstand diese Möglichkeit negativ oder gar schädlich einordnet .... für unsere Seele ist es eine Reisenchance .... und wir können/dürfen/sollten sie dabei mit Verstand und Körper unterstützen!

Es kommt für mich ganz ein-deutig die Botschaft rüber, dass man alles tun und lassen kann, wenn man bereit ist, den Preis dafür zu zahlen, nur das dieser Preis nichts mit materiellen Dingen, wie zum Beispiel Geld, zu tun hat

An anderer Stelle habe ich auch von genau diesem Ansatz geschrieben und auch meine Erkenntnis ist, dass, wenn man vom Zwei-fel in die Ein-sicht kommt .... wenn man also der Mittelpunkt in der Dreifaltigkeit findet ... das schwerste Schicksal leicht zu ertragen ist.

Das sagen auch die Worte von Atlantia7777, allesok, Lars, Lucy und meine, wenn ich sage Schulungsplanet Erde .... im Grunde unserer aller Aussagen steckt eine Quintessenz:

Hier in der Welt der Polaritäten haben unsere Seelen die Möglichkeit zu lernen ... sie lernen Liebe ... Geduld ... Demut ... Aufrichtigkeit ... etc.
Und sie lernen selbst-los zu sein, bei vollem Selbst-bewusst-werden und selbst-bewusst-sein, um zur Liebe und zur Weisheit zu gelangen. Für unsere Seelen ist das nicht negativ, oder extrem oder zu überdimensional was sie wählen ... so kann nur unsere Verstand und unser Körper reagieren!

Um beim Beispiel Schulungsplanet und Seminar/Lektion zu bleiben ... ein Karma ist sowas wie Nachsitzen in der Schule .... die Seele hat erkannt was ihr fehlte und will nochmal ran, weil sie die Lektion beizeiten nicht begriffen hat, und erst jetzt den Preis für ihre Tat kennt.
Ich weiß nicht, ob Gott der Lehrer ist, und sie schickt, oder ob sie das selbst wählen kann .... das obliegt nicht meiner Vorstellungskraft und ich möchte hier auch nicht Grenzen setzen, wo in dieser, anderen Ebene gar keine sein können, da Zeit und Raum anders definiert sind!

Von jeher faszinierte mich immer schon das Gedicht der Delphischen Sybille:

Ihr Blick geht weit durch Stunden, Jahre;
es stehn in Waage Erwartung, Zweifel, Hoffnung:
sie sieht die Zeit, erahnt die Tage,
die unbekannt uns noch ereilen werden.
Doch kennt sie auch das alte Wort:
"Der Preis des Glückes ist die Freiheit,
der Preis der Freiheit ist der Mut."

Ich hab ganz schön lange gebraucht, es zu verstehen ....aber was ist schon Zeit....was ist schon Raum?

Die Freiheit weiß nur der zu schätzen, der sich sicher in Begrenzungen fortzubewegen weiß! Es ist unabänderlich hier und da an Grenzen zu stoßen. Aber eine Grenze muss ja nicht bedeuten, dass danach Nichts mehr ist ... sie bedeutet ggf. nur, dass man einen Raum durchschritten hat und bereit für die nächste Lernaufgabe ist!

Dazu bedarf es Mut. Und auch in den Märchen war es der mutigste Ritter, dem es gelang den Drachen zu besiegen/zu besänftigen. Es war der Ritter, der ehrlich und selbstlos, aus reinem Herzen gehandelt/getätigt hat...


Zum Schluß ein Wortspiel: Könnte Mut als Abkürzung für
M = meinem
U = Urteil
T = treu stehen?


ICH LIEBE MÄRCHEN!!!

Claudia
Sei Deiner Welt ein Engel,
so wird sie Dir-
trotz aller Mängel-
so gut sie kann ein Himmel sein!
allesok

Beigetreten: 25/03/2008 21:50:27
Beiträge: 106
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Nach einer Woche Abwesenheit nur ein kurzer Kommentar zum Beispiel mit dem Bettler am Wegrand. Ein gutes Beispiel!

Es ist leider im Osten nicht selten, dass Menschen denken: "Es ist sein Karma, er hat was er verdient, und es steht mir dann nicht zu, da einzugreifen. Vielleicht übernähme ich dann sogar etwas von seinem Karma."

Nach meiner Meinung ein großes Missverständnis und lieblos!

Es ist unsere Pflicht zu helfen, wo wir können. Unterlassene Hilfe ist eine Unterlassungstat und schafft uns selbst Karma!

Ich soll natürlich helfen, aber was kann dabei geschehen?

1. Er nimmt die Hilfe dankbar an und nutzt sie, um seine Situation zu verbessern
2. Er nimmt sie nur an, um sich es ein bisschen bequemer zu machen, aber nicht um seine Situation wirklich zu verbessern.
3. Er nimmt sie an, aber es hilft ihm nicht.
4. Er weist meine Hilfe zurück.

Im 1. Fall sind die Dinge richtig gelaufen. Im 2. hat er meine Hilfe eher missbraucht. Im 3. und 4. Fall wird es wohl so sein, dass er noch nicht so weit ist, mit seinem Karma fertig zu werden.

Wie kann ich unterscheiden? Ich habe es in Indien erfahren. Ich gebe (einigen, denn es sind ja so viele, dass ich unmöglich allen geben kann) eine relativ kleine Münze. Nimmt er sie dankbar an, gebe ich mehr. Einige schimpfen aber und meinen, dass es zu wenig sei. Da gebe ich nichts mehr. Oder ich gebe ihm z.B. schöne Bananen. Er isst sie, und ich gebe noch ein bisschen mehr. Schimpft er und sagt, dass er keine Bananen sondern Geld will, gehe ich eher weiter.

Meine Hilfe ist aber niemals wirklich verfehlt. Wenn er es heute nicht versteht, wird es seine Seele tun und es wird ihm irgendwann später klar.

Wenn die Hilfe angenommen wird und ihm auch hilft, habe ich ihm kein Karma abgenommen, denn es ist dann sicher so langsam Zeit für ihn, mit seinem Karma fertig zu werden. Statt dessen habe ich ihm etwas gezeigt, zu dem er wahrscheinlich früher (jedenfalls in einem früheren Leben, wo er sich dieses Karma machte) nicht fähig war: LIEBE zu zeigen. Hoffentlich lernt er auch davon.

Dass Beispiel illustriert auch, wie wir uns Karma machen können. Ich kann dem Bettler helfen (oder es zumindest versuchen). Dann habe ich richtig gehandelt. Oder ich gebe ihm einen Tritt in den Hintern und sage: "Hau ab, du stinkst!" Im letzteren Fall habe ich mich - ohne es zu wissen - dafür entschieden, selbst einmal als Bettler am Straßenrand zu sitzen... (es sei denn, ich komme vorher in anderer Weise zu Einsicht, Reue und Umkehr).

Was am meisten Karma verursacht, ist das Versagen in der Liebe zum Mitmensch...

Herzliche Grüße
allesok


Gillmeise

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Beigetreten: 09/09/2007 18:15:03
Beiträge: 132
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Hallå Allesok!

Vielen Dank für deine einleuchtende Erklärung!
Also kurz gesagt: Indem wir dem armen Bettler am Wegesrand z. B. eine Münze oder etwas Essbares geben, geben wir ihm Hilfe zur Selbsthilfe. Und er wiederum hat die Wahl die Hilfe anzunehmen oder sie abzulehnen.
Aber selbst merke ich im alltäglichen Leben, dass ich um Bettler und Alkoholisierte lieber einen großen Bogen mache. Zumindest hier in Schweden. Was die Bettler betrifft, so bin ich nämlich in der ( fehlerhaften??? ) Annahme, dass der schwedische Staat doch eigentlich für alle Bürger sorgen sollte und es von daher eigentlich keine Bettler in Schweden geben bräuchte. ( In armen Ländern ist das natürlich etwas anderes: Dort existiert dieses soziale Netz nicht, und da ist es klar, dass man als Vorbeipassierender helfen soll. ) Von daher ist meine persönlich Auffassung, dass ich dem schwedischen Bettler nicht wirklich dadurch helfen kann, indem ich ihm ein paar Kronen gebe. Eher denke ich, dass er das Geld für Alkohol als für Nahrung ausgeben wird. Aber ich kann natürlich mit meiner Annahme völlig verkehrt liegen.
Und was die Alkoholisierten, die teilweise auf den Marktplätzen und vor den Einkaufszentren herumhängen, betrifft, so mache ich schon aus Selbstschutz lieber einen großen Bogen um sie: Irgendwie sind sie mir unheimlich und suspekt, und rein instinktiv versuche ich mich von ihnen fern zu halten. Vielleicht ist auch dieses Verhalten von mir völlig verkehrt. Aber wie kann ich denn wissen, wie und wann mein Einsatz wirklich gefordert ist und ich wirklich helfen kann?
Bislang bin ich auch noch nie in eine Situation geraten, wo Selbstcourage gefordert ist ( wenn z. B. in einer U-Bahn ein Ausländer von Rechtsradikalen angegriffen wird ). Zum Glück, möchte ich fast sagen, denn ich weiß nicht, wie ich mich verhalten würde: Kneifen oder eingreifen? Wahrscheinlich eher das Erste: Aus Angst, selbst dabei noch eins übergebraten zu bekommen. Womit ich mir selbst schlechtes Karme schaffe durch unterlassene Hilfeleistung.
Da ist es doch ein kleiner Trost zu wissen, dass Jesu Jünger selbst auch nicht viel besser waren: Petrus hat Jesus 3 Mal verraten anstatt sich zu ihm zu bekennen.
Dies waren nur so ein paar Gedanken von mir. Vielleicht geht es einigen von euch ähnlich?

Viele Grüße,
eure Kathrin!
Und meine Seele spannte weit ihre Flügel aus
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Lars

Beigetreten: 24/09/2007 11:11:49
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Hallo miteinander, liebe Gillmeise,

mich hat der ausführliche Kommentar von allesok begeistert, da er sich tiefgründig mit der Problematik des Bettlers am Wegesrand beschäftigt. Ich vermute, dass wir alle nach einigem Überlegen in irgendeiner Art helfen würden.
Unser Instinkt verleitet uns jedoch auch dazu, lieber wegzusehen und Konflikten aus dem Weg zu gehen, so wie es Gillmeise beschreibt.
Aus der Ferne lässt sich leicht sagen, Gillmeise würde anderen (dem Staat) die Schuld geben, dass es eine solche Schicht in der Bevölkerung gibt. Hier spielen wieder die Faktoren des rationalen Egos hinein.
Im Vorfeld kann man sowieso nicht wissen, ob gutgemeinte Hilfe in welcher Form auch immer, richtig ankommt. Auf jeden Fall aber, ist unterlassene Hilfsbereitschaft und das sich Berufen auf soziale Netzwerke eher schlechter, als selbst etwas zu tun und wenn es auch nur eine Winzigkeit ist. Hier muss man aber auch lernen, über seinen Schatten (Ego) zu springen. Das ist oft nicht ganz leicht. Man hat aber eine Unterstützung dadurch, wenn man sich die hier aufgezeigten Erkenntnisse in sein rationales Ich ohne großes Wenn und Aber einmeißelt. Dann besinnt man sich in solchen Momenten zur rechten Handlung und hat schließlich ein gutes Bauchgefühl etwas Gutes getan zu haben. Das ist nicht nur auf das Beispiel mit dem Bettler bezogen sondern auf jede Begegnung mit unseren Mitmenschen.

VG Lars
 
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