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![[Post New]](/forum/templates/lucy/images/icon_minipost_new.gif) 17/02/2008 17:58:09
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ichweißnix
Beigetreten: 27/10/2007 13:34:19
Beiträge: 11
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Hallo Ralf,
auch ich glaube, dass wir oft nicht sehen, wie eine Aufgabe erledigt werden soll. Es ist natürlich, dass wir Bedenken haben, den Anforderungen, den Aufgaben in unserem Leben, nicht gerecht zu werden. Meine Schwester sagte mir einmal, dass wir keine Aufgabe gestellt bekommen, die über unsere Möglichkeiten geht. Das finde ich tröstlich. Vielleicht sind wir zu streng mit uns selbst. Wir bekommen mit Sicherheit Hilfe, wenn wir sie brauchen und erbitten. Auch ich bin überzeugt, dass der Sinn unseres Lebens in einer Art Weiterentwicklung besteht. Wenn wir aber genau wüssten, wohin der Weg führt, bräuchten wir ihn nicht zu gehen, dann hätten wir das Ziel ja erreicht, oder ?
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atlantia7777
Beigetreten: 21/08/2007 17:08:17
Beiträge: 193
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ichweißnix wrote:
Hallo Ralf,
auch ich glaube, dass wir oft nicht sehen, wie eine Aufgabe erledigt werden soll. Es ist natürlich, dass wir Bedenken haben, den Anforderungen, den Aufgaben in unserem Leben, nicht gerecht zu werden. Meine Schwester sagte mir einmal, dass wir keine Aufgabe gestellt bekommen, die über unsere Möglichkeiten geht.
hihi, dann schau mal in die bibel ... Gott verteilt mit vorliebe übergrosse aufgaben! aber sie haben es letztlich alle geschafft, was er ihnen aufgetragen hat, keine sorge! ich denke es ist schon richtig, das beste aus sich herauszuholen. nur wenn man anfängt, sich selbst gnadenlos zu verurteilen und nur noch klein zu machen, dann läuft etwas schief, denn in Gottes augen ist jeder mensch vollkommen. ihm müssen wir nichts beweisen. wir tun es allerdings für uns selbst.
Das finde ich tröstlich. Vielleicht sind wir zu streng mit uns selbst. Wir bekommen mit Sicherheit Hilfe, wenn wir sie brauchen und erbitten.
natürlich, in der regel bekommen wir diese hilfe sogar unmittelbar, sei es eine antwort, ein geeignetes geburtstagsgeschenk oder eine motivationshilfe beim zahnarzt. das kann wiederum jeder selbst leicht ausprobieren, indem er die engel einfach um etwas bittet und dann schaut, was passiert! aber bitten müssen wir schon, von allein dürfen sie nichts tun.
Auch ich bin überzeugt, dass der Sinn unseres Lebens in einer Art Weiterentwicklung besteht.
Wenn wir aber genau wüssten, wohin der Weg führt,
... wenn du nicht weisst, wohin es geht, dann frag doch einfach nach ))
jeder kann das!
bräuchten wir ihn nicht zu gehen, dann hätten wir das Ziel ja erreicht, oder
das sag mal nicht, denn selbst wenn das ziel klar ist (und es ist selbstverständlich von vornherein klar, nicht wahr), dann gibt es immer noch tausend wege, es zu erreichen
ich möchte mit all dem sagen, dass zuviele menschen noch der meinung sind, das leben sei und bleibe ein geheimnis, dabei wartet Gott nur darauf, mit uns zu sprechen! man kann ihn alles fragen, und man bekommt alle antworten - sofern er der meinung ist, dass sie uns (jetzt schon) gut tun.
aber niemand muss im dunkeln tappen und rätselraten. und jeder bekommt die volle unterstützung "von oben", jederzeit und ausnahmslos. egal ob das problem gross oder klein ist (es gibt eh keine probleme, nur herausforderungen).
die erfahrungen die man macht, sobald man dieses spiel, das wir leben nennen, mit Gott zusammen spielt, sind unglaublich, wunderbar und einzigartig.
ich wünsche jedem, dass er anfängt, sich ab und zu direkt an den spielleiter zu wenden ihr werdet staunen!
glg atlantia
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wie im Himmel - so auf Erden
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ichweißnix
Beigetreten: 27/10/2007 13:34:19
Beiträge: 11
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Das meinte ich ja, ich kann mich nur nicht so gut ausdrücken. Natürlich gibt es in der Bibel Beispiele von ungewöhnlichen Herausforderungen (z.B. Hiob), die für viele von uns nicht zu bewältigen wären. Aber Hiob hat es geschafft, weil Gott wusste, dass er es kann. Er wird die Aufgaben der Möglichkeit des Menschen angepasst stellen, so glaube ich jedenfalls.
Und du schreibst: "man bekommt alle Anworten - sofern er der Meinung ist, dass sie uns (jetzt schon) gut tun.
Da stimme ich Dir voll zu. Viele Dinge versteht man zuerst nicht und man weiß nicht, warum dies oder jenes so oder so laufen musste. Im Nachhinein wird viele klar, sofern man sich die Mühe macht darüber nachzudenken. Viele Menschen nennen das dann Zufälle.
Ich glaube, ich bin einfach nicht so begabt, meine Gedanken allgemeinverständlich mitzuteilen , deshalb werde ich wieder mehr im Forum lesen, statt schreiben
lg
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atlantia7777
Beigetreten: 21/08/2007 17:08:17
Beiträge: 193
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ichweißnix wrote:
Ich glaube, ich bin einfach nicht so begabt, meine Gedanken allgemeinverständlich mitzuteilen , deshalb werde ich wieder mehr im Forum lesen, statt schreiben
lg
vielleicht ist genau das eine von Gottes aufgaben für dich - trotzdem weiter zu schreiben, obwohl du so über dich denkst denn gerade wenn es unbequem erscheint, kannst du sicher sein, dass es von Gott kommt!
ich finde nicht, dass irgendwer besser oder schlechter schreibt als irgendwer anders. je mehr meinungen und denkansätze, desto besser für unsere gemeinschaft hier!
also weiter so, bitte!
glg atlantia
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wie im Himmel - so auf Erden
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Superposition
Beigetreten: 11/02/2008 10:55:03
Beiträge: 9
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uiuiui, hat sich ja mal wieder gut was getan übers wochenende!
also ich sehe das alles ein klein wenig anders, wobei es dann im endeffekt wieder auf das gleiche rausläuft - dass alles eins ist und wir uns dessen nur wieder bewusst werden müssen...
aaaber
ich glaube nicht dass gott selbst hier einfluss nimmt, denn gott, der für die absolute einheit, die absolute urteilsfreiheit und liebe steht, ist sich der trennung hier nicht bewusst. indem er darauf reagieren würde, würde er sie "wahr" machen, würde er ihr realität verleihen. aber für gott existiert nichts anderes als die einheit und liebe. die trennung ist nur für uns wahr!
wir sind hier aber sicher nicht ohne "hilfe" oder "anleitung" dafür gibt es das was der kurs und die bibel den "heiligen geist" nett! er ist der geist der in jedem menschen schlummert, aber auch in manchen auch voll entfaltet ist, der uns immer wieder an die einheit gemahnt, uns immer wieder mit unserer spiritualität und unserer "wahren natur des geistes (im buddhismus "rigpa" genannt) konfrontiert. er ist es auch der unsere gebete erhört, denn er ist unser wegweiser und führer hin zu gott.
all die probleme die wir haben kommen nicht von gott, die hat uns unser "ego" (was einfach nur für unser bewusstsein der trennung, für die falsche wahrnehmung steht) erschaffen um uns immer wieder ins bewusstsein der trennung zu holen, um uns immer wieder glauben zu lassen wir seinen ein körper. aber all diese vom ego erschaffenen "probleme" kann man als lernaufgaben sehen seine wahrnehmung zu heilen, zu sehen dass wir keine körper sind und unsere wahrnehmung berichtigen.
liebe grüße
andreas
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Nichts Wirkliches kann bedroht werden.
Nichts Unwirkliches existiert.
Hierin liegt der Frieden Gottes.
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atlantia7777
Beigetreten: 21/08/2007 17:08:17
Beiträge: 193
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Superposition wrote:
ich glaube nicht dass gott selbst hier einfluss nimmt, denn gott, der für die absolute einheit, die absolute urteilsfreiheit und liebe steht, ist sich der trennung hier nicht bewusst. indem er darauf reagieren würde, würde er sie "wahr" machen, würde er ihr realität verleihen. aber für gott existiert nichts anderes als die einheit und liebe. die trennung ist nur für uns wahr!
was meinst du denn, wo Gott ist?
im ernst, was denkst du, wo genau hält er sich auf?
huhu ihr lieben,
ich persönlich sehe das so, dass Gott in jedem von uns steckt, und nicht irgendwo ausserhalb, wo er von einer höheren warte aus auf uns menschheit herabsieht und den kopf schüttelt.
Gott hat sich lediglich ausgedehnt und endet in abertausend ästen, an denen abertausende zweige hängen, und das sind wir menschen.
also ist der allmächtige Gott in jedem von uns gegenwärtig, und somit ist er es, der durch unser handeln seinen ausdruck in der welt findet.
somit nimmt er selbstverständlich in jedem augenblick einfluss auf alles leben!!! nichts geschieht ausserhalb von Gott! denn Gott ist alles, alles ist in Gott.
so sehe ich das, und in diesem wunderbar behüteten gefühl lässt es sich sehr gut leben, ich spreche aus erfahrung! Gott ist einfach nur jedem sehr zu empfehlen
glg atlantia
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wie im Himmel - so auf Erden
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![[Post New]](/forum/templates/lucy/images/icon_minipost_new.gif) 18/02/2008 13:19:29
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Superposition
Beigetreten: 11/02/2008 10:55:03
Beiträge: 9
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da kann ich auch vollkommen unterschreiben, aber wie gesagt: für gott gibt es keine trennung, sonst wäre er nicht gott! der verbundene geist der hier noch in der trennung verhaftet ist kann man als "heiliger geist" "christus- geist" oder wie auch immer bezeichnen.
im grunde würde das nur zu wortklauberei führen. ich meine nur dass gott die vollkommene einheit ist und es für ihn keine trennung gibt. klar ist alles teil gottes und seiner ausdehnung aber das göttliche bewusstsein akzeptiert keine trennung...
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![[Post New]](/forum/templates/lucy/images/icon_minipost_new.gif) 18/02/2008 14:19:41
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ichweißnix
Beigetreten: 27/10/2007 13:34:19
Beiträge: 11
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Hallo,
also mit Atlantias Erklärungen kann ich mehr anfangen. Vielleicht ist aber alles ganz anders und wir können uns nur Erklärungen zurecht legen, die mit unserer Vorstellungskraft möglich sind. Und da wir ins unserer dreidimensionalen Welt mit einem gestern, heute und morgen stecken, wo es ein ich und du gibt, eine Welt voll mit den vielfältigsten Geschöpfen, ist unsere Vorstellung vielleicht einfach in diesem "Netz" gefangen.
Gibt es wirklich etwas, das tatsächlich unvorstellbar ist, oder liegt diese "Unvorstellbarkeit" nur in in unseren begrenzten Möglichkeiten?
Ich freue mich jedenfalls, dass es hier so viele kreative Leute gibt.
lg
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![[Post New]](/forum/templates/lucy/images/icon_minipost_new.gif) 23/02/2008 22:17:15
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Ralf
Beigetreten: 14/11/2007 19:33:31
Beiträge: 26
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Hallo zusammen!
Wenn ich es richtig verstanden habe, lautet die neue Hypothese kurz gefasst:
- Es gibt keine Zufälle im Weltgeschehen, vielmehr wird alles von Gott planvoll gesteuert.
- Jeder Mensch hat im Leben eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen, die über das biologische und soziale Funktionieren zur Erhaltung der Menschheit weit hinausgeht.
Allerdings nehme ich an, dass sehr viele Menschen, vermutlich die meisten, eine sinnhafte Steuerung des Weltgeschehens ebenso wenig erkennen können wie eine ihnen zugeteilte höhere Lebensaufgabe. Dann stellt sich natürlich die Frage, warum diese zentralen Erkenntnisse so versteckt werden (siehe meinen Beitrag vom 15.2.2008 ).
Mir scheint, dass die dargestellte Hypothese eine moderne Form tradierter religiöser Grundüberzeugungen ist. Schon im Altertum wurde angenommen, dass es Götter gebe, die die Welt in ihren Händen halten und den Menschen Glück bzw. Unglück zuteilen (bei den Griechen hieß die Gottheit Tyche, bei den Römern Fortuna etc.). Das Christentum und die anderen theistischen Religionen haben die Vorstellung einer göttlichen Steuerung des gesamten Weltgeschehens übernommen, aber dahingehend modifiziert, dass das Leid in seinen vielfältigen Formen (Hunger, Krankheiten, Unfälle, materielle Schäden etc. bis hin zu Siechtum und Tod) eine Strafe Gottes ist, welche die sündigen Menschen sich selbst zuzuschreiben haben. Soweit ich weiß, wird diese Theorie schon seit längerer Zeit kaum noch vertreten, weil die unbestreitbare Existenz des unfassbaren Leides in der Welt das Postulat einer allmächtigen und allwissenden, gütigen und gerechten Gottheit zutiefst erschüttert hat.
Ich habe einmal gelesen, dass die Menschen im Grunde danach streben, ihre Existenz abzusichern und einen transzendenten Halt zu finden. Deshalb versuchen sie, in allen Ereignissen ihres Lebens - auch in den leidvollen - etwas Sinnhaftes zu sehen. Den meisten ist der Gedanke unerträglich, der Willkür eines blinden Schicksals ausgeliefert zu sein. Dann sehen sie sich lieber in den Händen einer höheren Macht, auch wenn sie den Sinn der göttlichen Entscheidungen nicht verstehen.
Viele Grüße
Ralf
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atlantia7777
Beigetreten: 21/08/2007 17:08:17
Beiträge: 193
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Ralf wrote:
Hallo zusammen!
Wenn ich es richtig verstanden habe, lautet die neue Hypothese kurz gefasst:
- Es gibt keine Zufälle im Weltgeschehen, vielmehr wird alles von Gott planvoll gesteuert.
- Jeder Mensch hat im Leben eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen, die über das biologische und soziale Funktionieren zur Erhaltung der Menschheit weit hinausgeht.
Allerdings nehme ich an, dass sehr viele Menschen, vermutlich die meisten, eine sinnhafte Steuerung des Weltgeschehens ebenso wenig erkennen können wie eine ihnen zugeteilte höhere Lebensaufgabe. Dann stellt sich natürlich die Frage, warum diese zentralen Erkenntnisse so versteckt werden (siehe meinen Beitrag vom 15.2.2008 ).
aber es wird doch gar nichts versteckt!
die meisten menschen kennen figuren wie Jesus Christus, oder nicht? sie müssen doch nur auf seine worte lauschen.
jeder mensch wird einmal von der liebe berührt, er braucht doch nur fühlen.
jeder mensch lebt, also erlebt jeder mensch jeden tag ein wunder. jedes mal, wenn er morgens wieder wach wird.
wo ist denn da was versteckt?
dass die menschen "blind" umherlaufen, das liegt in ihrem eigenen dafürhalten! :mrgreen:
Ich habe einmal gelesen, dass die Menschen im Grunde danach streben, ihre Existenz abzusichern und einen transzendenten Halt zu finden.
ich sehe das eher so, dass jeder mensch die sehnsucht nach Gott in sich trägt und danach strebt, nach hause zu finden. nur wer sich nicht in Gottes fürsorge aufgehoben fühlt, der baut eine materielle mauer um sein leben.
Gott sorgt für uns, daher ist alles materielle sicherheitsstreben eine sache ausschliesslich des misstrauenden egos. (wenn du existenz absichern in diesem sinne gemeint hast)
Deshalb versuchen sie, in allen Ereignissen ihres Lebens - auch in den leidvollen - etwas Sinnhaftes zu sehen. Den meisten ist der Gedanke unerträglich, der Willkür eines blinden Schicksals ausgeliefert zu sein. Dann sehen sie sich lieber in den Händen einer höheren Macht, auch wenn sie den Sinn der göttlichen Entscheidungen nicht verstehen.
aber du kannst doch selbst täglich testen, wie du dein leben erschaffst. hast du es denn inzwischen mal ausprobiert? es ist für jeden menschen leicht nachvollziehbar, dass er sein leben selbst gestaltet und mit Gott zusammen sein schicksal erschafft.
ich persönlich sehe das so: wer sich zurücklehnt und alles als sinnlos ansieht und alles auf ein wie auch immer geartetes schicksal schiebt, der ist nur zu bange oder faul, verantwortung für sein leben zu übernehmen.
Gott wartet darauf, dass wir unsere leben in die hand nehmen, allerdings in seinem sinne, unter seinem wachsamen auge. wir sind dabei nicht eine sekunde lang allein.
und: natürlich gibt es einen sinn des lebens!
warum malt ein maler ein gemälde?
weil er denkt, es ist sinnlos, dass das bild existiert?
oder weil er es aus liebe und freude erschafft, und weil er weiss, es wird anderen menschen ebensolche freude bringen?
wenn du ein kind in die welt setzt, überlässt du es dann sich selbst? oder kümmerst du dich liebevoll um es und lenkst es auf die richtige bahn? sorgst du dafür, dass es nahrung und kleidung hat? zeigst du ihm wunderschöne dinge, über die es lachen kann? malst du sein kinderzimmer in den schönsten farben an, oder setzt du es in ein dunkles loch im keller? singst du ihm die schönsten lieder vor? erzählst du ihm geschichten? willst du nicht, dass es glücklich ist und sich freut?
hilfst du ihm, die welt zu begreifen? hilfst du ihm, liebe kennen zu lernen und versetzt du es in die lage, einmal so zu sein, wie du bist? damit es auf eigenen beinen stehen kann? freust du dich über seine erfolge? weinst du mit ihm über seine misserfolge?
was glaubst du, was tut dann erst Gott für seine kinder?
seid alle lieb gegrüsst
atlantia
Viele Grüße
Ralf
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Susi
Beigetreten: 15/02/2008 14:40:22
Beiträge: 4
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Guten Abend an alle,
ich muss mal was loswerden. Es sind vielleicht in dieser Runde etwas provokative Gedanken, aber ich denke trotzdem konstruktiver Natur. Außerdem hoffe ich doch, wir leben in einem freien Land...
Ralf's Zitat ist mein Aufhänger:
"Es gibt keine Zufälle im Weltgeschehen, vielmehr wird alles von Gott planvoll gesteuert. "
Es wird natürlich an sehr vielen Stellen in diesem Forum von Gott gesprochen. Ich habe - was meine persönliche Weltanschauung angeht - immer ein großes Problem, von "Gott" zu sprechen, wenn es um die Schöpfung, unsere Existenz und alles, was damit zu tun hat, geht. Ich gebe zu, ich bin kein sogenannter "gläubiger Christ" - obwohl ich absolut gläubig bin (ich glaube nur an andere Zusammenhänge) und bestimmt bin ich von meinem humanen Verständnis und Handeln her mehr Christ als so viele andere, die sich Christ nennen.
Es geht mir zum einen um die Institution der Kirche, von der ich innerlich sehr weit entfernt bin. Ich brauche eine solche Institution nicht, um meinen Glauben zu glauben und zu leben. Ich brauche mich doch nur in die Natur zu setzen und alles um mich herum wirken zu lassen! Ich denke, dass bereits an einigen Stellen in diesem Forum genügend negative Aspekte über die Kirche als Institution gesagt wurden. Diesen möchte ich mich einfach nur anschließen.
Auch überlege ich in letzter Zeit immer mehr, warum man eigentlich immer wieder einen Gott herbei zitiert. Durch die Bezeichnung "Gott" findet in meinen Augen eine zu starke Personifizierung statt, die zu Themen wie Schöpfung/Existenz/Natur/Seelenwanderung etc. nicht passt, eigentlich in gar keiner Relation steht. Ich kann meinen Glauben nicht in Verbindung bringen mit einem Begriff wie "Gott", sondern bezeichne es lieber als Energie, Kraft der Natur, ordnende Hand des Universums...
Vielleicht liegt es ja auch am Gebrauch eines Namens wie "Gott", dass man Umstände/Zustände wie Gewalt, Hungersnöte, Kriege, Tod in jungen Jahren etc. einfach nicht nachvollziehen kann. Viele fragen sich in Anbetracht der Probleme auf dieser Erde "hat Gott das gewollt?, will er uns prüfen? was bezweckt Gott damit?" usw. Dass man sich überhaupt solche Fragen stellt, liegt doch nur an dieser Personifizierung; da fallen die Schuldzuweisung und das Nicht-Verstehen-Können ja viel leichter...
Da bevorzuge ich das 2. Zitat von Ralf:
"- Jeder Mensch hat im Leben eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen, die über das biologische und soziale Funktionieren zur Erhaltung der Menschheit weit hinausgeht. "
Das sehe ich auch so, auch wenn jeder Mensch nur ein Staubkorn ist, wenn man an die Existenz der Menschheit, der Erde, unseres Universums denkt. Aber viele Staubkörner können eine Wüste ausmachen....
Vielleicht meint Ihr jetzt, dass es doch egal ist, ob man "es" Gott nennt oder höhere Energie oder Mutter Natur (hoppla, jetzt kommt ja eine Frau ins Spiel ), aber das sehe ich etwas anders, der psychologische Aspekt spielt in meinen Augen doch eine große Rolle. Für diejenigen, die sich nicht mit solchen Themen beschäftigen sicherlich noch viel mehr, denn wenn die Seele gedanklich (noch) nicht so reif ist, um den Sinn des Lebens für sich zu definieren, dann geben einem Kirche/Gott/Glaube einen gewissen Halt.
Grüße an alle von
Susi
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![[Post New]](/forum/templates/lucy/images/icon_minipost_new.gif) 26/02/2008 05:50:12
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atlantia7777
Beigetreten: 21/08/2007 17:08:17
Beiträge: 193
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Susi wrote:
Guten Morgen Susi!
Es geht mir zum einen um die Institution der Kirche, von der ich innerlich sehr weit entfernt bin. Ich brauche eine solche Institution nicht, um meinen Glauben zu glauben und zu leben. Ich brauche mich doch nur in die Natur zu setzen und alles um mich herum wirken zu lassen!
... das habe ich an anderer stelle auch schon erwähnt. das, was wir "Gott" nennen, zeigt sich uns in allem, was es in dieser welt gibt, ausnahmslos
Ich denke, dass bereits an einigen Stellen in diesem Forum genügend negative Aspekte über die Kirche als Institution gesagt wurden. Diesen möchte ich mich einfach nur anschließen.
die kirche bemüht sich ja sogar, die wahrheit fleissig zu vertuschen. alles, was der bibel ihrer meinung nach widerspricht, wird unter den teppich gekehrt. es gibt zahllose beispiele aus der geschichte, egal ob es sich um archäologie handelt oder was auch immer. wenn in der bibel steht, die welt ist so und so alt, wie kann ein archäologischer fund dann so viel älter sein? das darf die menschheit niemals erfahren! usw.
Auch überlege ich in letzter Zeit immer mehr, warum man eigentlich immer wieder einen Gott herbei zitiert. Durch die Bezeichnung "Gott" findet in meinen Augen eine zu starke Personifizierung statt, die zu Themen wie Schöpfung/Existenz/Natur/Seelenwanderung etc. nicht passt, eigentlich in gar keiner Relation steht. Ich kann meinen Glauben nicht in Verbindung bringen mit einem Begriff wie "Gott", sondern bezeichne es lieber als Energie, Kraft der Natur, ordnende Hand des Universums...
das ist dasselbe. manchen menschen fällt es eben leichter, Gott mit menschlichen zügen auszustatten. jedoch ist uns natürlich allen klar, dass er nicht in uns wohnen könnte, wenn er menschlicher gestalt wäre. *lach*
da ist wieder die falsche interpretation der bibel schuld, die da sagt, er erschuf uns menschen nach seinem bild. ich denke, gemeint war damit, dass Gott weibliche und männliche energie ist, die natürlich beide in jedem von uns wirksam sind.
Vielleicht liegt es ja auch am Gebrauch eines Namens wie "Gott", dass man Umstände/Zustände wie Gewalt, Hungersnöte, Kriege, Tod in jungen Jahren etc. einfach nicht nachvollziehen kann.
nein, ich denke, das liegt daran, dass die meisten menschen einfach nicht wissen oder nicht glauben wollen, dass jeder selbst der erschaffer seiner realität ist, und dass wir uns aussuchen, was wir hier auf erden erleben wollen. wenn du eine krankheit haben möchtest, bekommst du sie auch. wenn nicht, dann nicht. man nimmt sich hier "unten" was man braucht, um die anstehenden lernaufgaben zu erhalten und zu bearbeiten.
Viele fragen sich in Anbetracht der Probleme auf dieser Erde "hat Gott das gewollt?, will er uns prüfen? was bezweckt Gott damit?" usw. Dass man sich überhaupt solche Fragen stellt, liegt doch nur an dieser Personifizierung; da fallen die Schuldzuweisung und das Nicht-Verstehen-Können ja viel leichter...
ich denke wie gesagt nicht, dass das an der begrifflichkeit liegt. menschen neigen einfach dazu, verantwortung abzuschieben.
Da bevorzuge ich das 2. Zitat von Ralf:
"- Jeder Mensch hat im Leben eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen, die über das biologische und soziale Funktionieren zur Erhaltung der Menschheit weit hinausgeht. "
Das sehe ich auch so, auch wenn jeder Mensch nur ein Staubkorn ist, wenn man an die Existenz der Menschheit, der Erde, unseres Universums denkt. Aber viele Staubkörner können eine Wüste ausmachen....
jeder mensch ist nur eins: liebe.
Vielleicht meint Ihr jetzt, dass es doch egal ist, ob man "es" Gott nennt oder höhere Energie oder Mutter Natur (hoppla, jetzt kommt ja eine Frau ins Spiel ), aber das sehe ich etwas anders, der psychologische Aspekt spielt in meinen Augen doch eine große Rolle. Für diejenigen, die sich nicht mit solchen Themen beschäftigen sicherlich noch viel mehr, denn wenn die Seele gedanklich (noch) nicht so reif ist, um den Sinn des Lebens für sich zu definieren, dann geben einem Kirche/Gott/Glaube einen gewissen Halt.
glaube ist ein urbedürfnis des menschen, und ich denke, das liegt daran, dass in uns die erinnerung an Gott schlummert, sie ist in unseren herzen verankert. wir können Gott auch nur mit dem herzen erkennen. niemals mit dem verstand. sonst würde es ja auch wissen heissen und nicht glauben.
siehe oben. wer verstanden hat, dass er mitschöpfer ist, kann Gott auch als Vater sehen. das spielt keine rolle.
ich persönlich sehe Gott so, denn der behütende und führende aspekt fehlt mir, wenn ich Gott als "Natur" sehe. Gott führt sich nun einmal wie ein liebender Vater auf, daher passt es so für mich am besten. und die Natur ist nur eine wiederspiegelung des göttlichen und nicht die handelnde kraft, die menschen zusammenführt und wolken beiseite schiebt, wenn wir ihn darum bitten. er ist mehr als die summe seiner teile. so sehe ich das.
glg atlantia
Grüße an alle von
Susi
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![[Post New]](/forum/templates/lucy/images/icon_minipost_new.gif) 26/02/2008 16:25:36
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Gillmeise
Beigetreten: 09/09/2007 18:15:03
Beiträge: 132
Standort: Mikrobiologen Akademiska Sjukhuset Uppsala
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Hallå Susi!
Du schreibst, dass du mit der Personifizierung von Gott ein Problem hast. Aber wo ist das Problem? Es ist doch nur positiv, dass das "Etwas", das uns erschaffen hat und das die Welt und das Universum leitet und lenkt und zusammenhält, persönliche Eigenschaften hat: Die Liebe einer Mutter und eines Vater. Und dass wir mit diesem "Etwas" in Kontakt treten können: Gott möchte doch, dass wir zu ihm in einer persönlichen Beziehung stehen.
Es ist schön, dass für dich die Natur ausreicht, um dort alle Zusammenhänge fühlen und erkennen zu können und dem Übernatürlichen näher zu kommen. Trotzdem solltest du auch Verständnis dafür haben, dass vielen Menschen die "Institution Kirche" ebenso viel für ihre geistige Entwicklung und ihre Suche nach dem Sinn des Lebens bedeutet wie dir die Natur. Außerdem halte ich es nicht für richtig immer nur von der "Institution Kirche" zu sprechen: Heutzutage gibt es eine unüberschaubare Fülle an verschiedensten christlichen Kirchen. Ich teile nicht die Ansicht von allen Kirchen, und erst recht nehme ich Abstand von radikalen / fanatischen Kirchen, die die Naturwissenschaften verteufeln und neben ihren Dogmen keine andere Wahrheit bestehen lassen. Aber es gibt in den Kreisen der Kirche(n) durchaus auch sehr viele liberal denkende Christen, für die Naturwissenschaften und Religion in keinster Weise in einem Widerspruch zueinander stehen. Hier von "Institution Kirche" zu sprechen, halte ich für verkehrt.
Ich halte es ebenfalls für verkehrt für alle "Pannen" im Leben ( Krieg, Hungersnot, Leid, Tod, Gewalt ) Gott die Schuld in die Schuhe zu schieben. Aber ich glaube, letztgenanntes tun vor allem Leute, die eh nicht so stark an Gott glauben: So lange das Leben glatt läuft, machen sie sich nicht viele Gedanken über Gott. Aber sobald irgend etwas Schlimmes passiert, haben sie ja einen Sündenbock, dem sie die Schuld dafür zuschieben können. Außerdem ist es so leicht, selbst keine Verantwortung dafür übernehmen zu müssen: Man kann ja Gott die Verantwortung für alles in die Schuhe schieben ... .
Ne, so einfach sollten wir das uns wirklich nicht machen!
Ich glaube auch nicht, dass die Zugehörigkeit zu einer Kirche ein Zeichen für geistige Unreife / Unsicherheit ist. Im Gegenteil denke ich, dass die Kirche einen wichtigen Beitrag zur geistigen Entwicklung leisten kann.
Damit will ich jetzt nicht behauptet haben, dass die Kirche das Nonplusultra und alleinseligmachende Heilmittel ist. Aber man sollte ihr durch aus eine Existensberechtigung zukommen lassen und sie nicht schlechter machen als sie tatsächlich ist. Außerdem ist die Kirche letztendlich gesehen ein Zusammenschluss von Menschen: Menschen, die an die Lehre Christi glauben und Gottes Wort folgen, aber die eben nicht vollkommen sind. Wer ist das schon?
Viele Grüße!
Kathrin
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Und meine Seele spannte weit ihre Flügel aus
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![[Post New]](/forum/templates/lucy/images/icon_minipost_new.gif) 26/02/2008 16:42:27
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atlantia7777
Beigetreten: 21/08/2007 17:08:17
Beiträge: 193
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Gillmeise wrote:
Damit will ich jetzt nicht behauptet haben, dass die Kirche das Nonplusultra und alleinseligmachende Heilmittel ist. Aber man sollte ihr durch aus eine Existensberechtigung zukommen lassen und sie nicht schlechter machen als sie tatsächlich ist. Außerdem ist die Kirche letztendlich gesehen ein Zusammenschluss von Menschen: Menschen, die an die Lehre Christi glauben und Gottes Wort folgen, aber die eben nicht vollkommen sind. Wer ist das schon?
Viele Grüße!
Kathrin
hallo ihr lieben, liebe Kathrin
dennoch möchte ich zu bedenken geben, dass beispielsweise gerade die katholische kirche gerne verhindert hat, der wahrheit über Gott und die welt näher zu kommen ... andersglaubende werden nicht akzeptiert, werden auch heute noch im mindestfall misstrauisch beäugt und in schlimmeren fällen beleidigt. so ging es mir im gespräch mit katholiken - wobei ich selbst katholisch getauft wurde. aber ich denke ihnen zu modern, und mit dem, was ich nun einmal erlebe, kamen sie wohl einfach nicht klar.
das ist sehr schade, aber so ist es nun einmal.
unter sogenannten esoterikern passierte mir dasselbe, das nur nebenbei.
menschen lieben schubladen - und wehe, man erzählt ihnen von der ganzen wohnzimmer-schrankwand!
Gott sei dank sind wir uns hier einig, dass die gedanken frei und der glaube persönliche ansichtssache und persönliches erleben ist. wie hier schon oft betont: dieses forum ist in seiner art wirklich etwas ganz besonderes!
ich grüsse euch alle ganz herzlich
atlantia
das finde ich nicht in ordnung und
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wie im Himmel - so auf Erden
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![[Post New]](/forum/templates/lucy/images/icon_minipost_new.gif) 03/03/2008 21:37:32
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Ralf
Beigetreten: 14/11/2007 19:33:31
Beiträge: 26
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Hallo Atlantia!
Es sieht so aus, dass unsere Meinungen und Vorstellungen beim Thema "Sinn des Lebens" doch stark divergieren, was ja auch nicht sehr verwunderlich ist! Das gleiche gilt natürlich für die Frage, ob das vielfältige Leid in dieser Welt einen "Sinn" hat. Hier sind Krankheiten aller Art zu erwähnen, körperliche oder geistige Behinderungen, Unglücksfälle, Hungersnöte, Seuchen (z.B. Pest, Pocken, spanische Grippe) und Naturkatastrophen (z.B. der letzte Tsunami) mit Hunderttausenden und Millionen Toten etc.
Dieses Thema soll an dieser Stelle nicht diskutiert werden, aber in aller Kürze möchte ich folgendes anmerken: Die schlichte Behauptung im Beitrag vom 26.2.2008, dass die Menschen wählen können, was sie erleben wollen, und dass sie nur die Krankheiten bekommen, die sie sich selbst "ausgesucht" haben, halte ich für ziemlich kühn, um es mal vorsichtig auszudrücken! Wenn wir uns vergegenwärtigen, wie viele Kinder in bitterer Armut leben und unter Hunger und Krankheiten leiden, dass Kinder ohne Eltern aufwachsen, weil diese viel zu früh gestorben sind etc., dann können wir doch nicht einfach behaupten, das sei ihr eigener Wunsch und Wille gewesen. Ich bin der Meinung, dass wir es uns damit zu leicht machen, ganz abgesehen davon, dass die Betroffenen derartige "Schuldzuweisungen" als anmaßend und ungerecht empfinden müssen.
Abschließend möchte ich noch eine Episode aus dem Zeichentrickfilm "Antz" weitergeben (ich hoffe, dass es stimmt in etwa, weil ich den Film nicht selbst gesehen habe):
Eine Arbeiterameise geht zur Psychiaterameise und beklagt sich über die eintönige Arbeit, die sie zusammen mit Tausenden ihrer Kolleginnen jeden Tag verrichten muss. Sie lebe nur für andere, aber niemand kümmere sich um sie. Sie habe auch Bedürfnisse, die aber viel zu kurz kämen. Im Grunde sei sie doch völlig unbedeutend. Sie müsse einfach daran glauben, dass es irgendwann und irgendwo ein besseres Leben gebe, sonst würde sie noch völlig verzweifeln. Darauf die Psychiaterameise: Sehr gut, sie habe das System genau verstanden. Als einzelne Arbeiterameise unter vielen Tausenden sei sie tatsachlich völlig unbedeutend.
Demnach würde sich der "Sinn des Lebens" einer Ameise offenbar darin erschöpfen, die ihr zukommende biologisch-soziale Funktion - egal ob als Arbeiterin oder als Königin - möglichst gut zu erfüllen, also im Sinne Darwins zur Erhaltung und Fortentwicklung der Art beizutragen. Wenn eine Ameise krank oder alt wird, übernimmt eine andere diese Funktion. Die Kranken und Alten werden dann nicht mehr gebraucht.
Aber wer weiß, vielleicht gibt es ja auch für Ameisenseelen ein Leben nach dem Tod.
Viele Grüße
Ralf
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