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![[Post New]](/forum/templates/lucy/images/icon_minipost_new.gif) 22/08/2007 21:31:24
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blubelle
Beigetreten: 22/08/2007 09:22:19
Beiträge: 10
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Ich habe "Lucy mit c" gelesen, mich würde interessieren, inwieweit das neue Buch darüber hinausgeht. Lucy mit c hat mich sehr beeindruckt, mich würde aber interessieren, worin der Sinn des Lebens innerhalb von Raum und Zeit besteht, warum kann man nicht gleich abheben und in die Ewigkeit eingehen? Warum soviel Mühe und Leid? Und ist es eigentlich egal, wie man gelebt hat? Wer hat über solche Frage im Zusammenhang des Buches nachgedacht und kann mir seine Gedanken mitteilen?
Blubelle
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Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.
(Friedrich Schiller)
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![[Post New]](/forum/templates/lucy/images/icon_minipost_new.gif) 23/08/2007 08:33:58
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udo8sam
Beigetreten: 23/08/2007 08:20:41
Beiträge: 7
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Hallo Bluebelle,
ich habe mir bereits letzte Woche das Buch bei Amazon bestellt und seit ich es habe, kann ich nicht mehr meine Finger davon lassen. Da steckt so viel drin an Lebensweisheit, das lässt sich kaum beschreiben. Auch ich habe Lucys erstes Buch gelesen, aber glaube mir, das neue Buch ist noch viel, viel besser. Allein schon die Cartoons und Bilder, alles in Farbe! Ja, und der Hammer kommt dann im Schöpfungskapitel. Eigentlich steht da genau das, was auch du wissen willst (zum Sinn des Lebens usw.): Lucy verknüpft Raum und Zeit mit Liebe und Wissen. In einer Weise, die ist einfach genial.
Hoffe, ich konnte dir weiterhelfen.
udo8sam
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![[Post New]](/forum/templates/lucy/images/icon_minipost_new.gif) 23/08/2007 08:54:13
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blubelle
Beigetreten: 22/08/2007 09:22:19
Beiträge: 10
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Hallo udo&sam,
danke für Deine/Eure Antwort. Ich werde mir das Buch gleich besorgen. Ich bin jetzt wahnsinnig neugierig geworden. Wie gesagt, hat Lucy mit c mich schon sehr begeistert, dachte aber, das neue Buch sei nur eine Art Neuauflage.
Blubelle
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Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.
(Friedrich Schiller)
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![[Post New]](/forum/templates/lucy/images/icon_minipost_new.gif) 23/08/2007 13:52:24
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Sarasvati
Beigetreten: 23/08/2007 13:30:51
Beiträge: 33
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Hallo,
ich habe das Buch auch gelesen und bin vor allem dadurch beeindruckt, dass sich endlich auch in diesem Land ein Naturwissenschaftler zu Wort meldet und den Mut hat, zu den vielen Nahtoderfahrungen aus seiner Sicht etwas zu sagen.
Die Form ist sehr originell. Am Anfang dachte ich, er schreibe absichtlich so einfach, damit seine Söhne bald das Buch selber lesen können. Die physikalischen Grdunsätze sind so dargestellt, dass man auch als Nicht-Physiker mitkommt.
Als Sinn des Lebens wird der Erwerb von "Wissen und LIebe" angeführt. Damit befindet sich Lucy in Übereinstimmung mi den östlichen Weisen, die davon ausgehen, dass wir alle einen göttlichen Funken in uns tragen, der sich durch mehrere Leben hindurch immer weiter entfaltet, bis er eines Tages in das GROSSE Licht eingehen kann. Voraussetzung ist, dass man auf dem Weg, der einem entspricht, seine Fehler korrigiert (karma), Erkenntnis gewinnt (jnâna) und Liebe (bhakti) lebt.
LG Sarasvati
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tat tvam asi - du bist das
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![[Post New]](/forum/templates/lucy/images/icon_minipost_new.gif) 23/08/2007 15:33:39
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blubelle
Beigetreten: 22/08/2007 09:22:19
Beiträge: 10
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Hallo Sarasvati,
genau das finde ich auch: endlich eine Zusammenschau von Physik und Philosophie bzw. Religion, die man auch als Nichtphysiker gut verstehen kann. Ich habe mit "Lucy im Licht" gerade erst angefangen. Bei "Lucy mit c" hat mich etwas gestört, dass Leid und Probleme völlig ausgeklammert waren und das macht doch einen Großteil unseres Lebens aus, leider. Bei allem Respekt vor den östlichen Religionen habe ich aber große Vorbehalte gegen die Lehre vom Karma als Erklärung für das Leid. Diese Vorbehalte habe ich auch gegen die christliche Erbsündenlehre, die durchaus ähnlich ist, auch wenn nicht mit mehreren Leben gerechnet wird. Ich bin nun gespannt, welche Antworten das Buch Lucy im Licht bietet.
blubelle
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Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.
(Friedrich Schiller)
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![[Post New]](/forum/templates/lucy/images/icon_minipost_new.gif) 30/12/2007 18:39:49
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Ralf
Beigetreten: 14/11/2007 19:33:31
Beiträge: 26
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Hallo Lucy!
Über die extrem schwierige Frage nach dem Sinn des Lebens gibt es bekanntlich sehr viele Abhandlungen, und nun hast Du einen neuen Erklärungsversuch publiziert: Das Leben könnte eine Art Spiel sein, das ein weiser Schöpfer beaufsichtigt (S. 138 ) und das zum Ziel hat, Liebe zu erfahren und Wissen zu erwerben (S. 133).
Liebe Lucy, leider muss ich sagen, dass mir auch diese Hypothese nicht ganz überzeugend erscheint:
Zu einem Spiel gehören für mich Spieler, die freiwillig an dem Spiel teilnehmen, weil es ihnen Spaß bereitet (1), und die die Spielregeln sowie den Zweck des Spiels kennen (2). Des Weiteren wird ein Schiedsrichter benötigt, der bei Konflikten eingreifen kann (3). Dagegen scheint mir im Spiel des Lebens keine dieser Voraussetzungen gegeben zu sein: Wir sind wohl nie gefragt worden, ob wir mitspielen wollen, und der Spaß hält sich ja auch ziemlich in Grenzen. In der ganzen Menschheitsgeschichte hat es überwiegend Leid in jeder Form gegeben (Hunger, Krankheiten, Unfälle, Siechtum und Tod) und eine Menge harter Arbeit. Zudem kennen wir weder den Zweck des Spiels noch die einzelnen Spielregeln. Was macht dieses Spiel dann für einen Sinn? Und schließlich ist auch kein Schiedsrichter zu sehen, der das Spiel beaufsichtigt und gegebenenfalls eingreift.
Aber selbst wenn wir annehmen, dass es sich nicht um ein freiwilliges Spiel, sondern um eine Art Zwangsexperiment handelt, mit dem Gott ausprobieren möchte, wie sich die Schöpfung ohne seine Unterstützung weiterentwickelt, stellen sich natürlich auch hier die allseits bekannten Fragen, die die denkende Menschheit schon seit Urzeiten beschäftigt:
- Warum sollen die Menschen unter großen Mühen etwas lernen, was Gott schon längst viel besser kann?
- Warum teilt Gott den Menschen (und zwar allen Menschen überall auf der Erde und zu allen Zeiten, nicht nur für angeblich auserwählte Völker in bestimmten Epochen) nicht klar und deutlich mit, was sie lernen sollen, anstatt sie mehr oder weniger ziellos herumirren zu lassen?
- Warum setzt Gott die Menschen unermesslichem Leid und Elend aus, wenn er allmächtig und allwissend ist und seine Geschöpfe liebt? Warum hilft er ihnen nicht wenigstens dann, wenn sie sich in größter Not befinden?
- Warum hat Gott die Welt so willkürlich und ungerecht gestaltet, dass nicht alle Menschen in gleicher Weise an Gesundheit, Nahrung, Wohlstand und Frieden teilhaben können?
- Warum hat Gott den Menschen einen egoistischen, rücksichtslosen und geradezu zerstörerischen Charakter mitgegeben, der sie ständig danach trachten lässt, sich gegenseitig zu übervorteilen und gegebenenfalls auch umzubringen?
Dessen ungeachtet finde ich es sehr mutig, dass Du Dich überhaupt mit diesem existenziellen Problem - das mit den Erkenntnissen und Methoden der Naturwissenschaften nicht zu lösen sein dürfte - befasst hast. Und ganz besonders hoffe ich, dass Du die in Deinem Buch dargestellten Überlegungen und Forschungen auf der physikalischen Ebene konsequent und beharrlich weiterführst. Hierzu wünsche ich Dir weiterhin viel Erfolg!
Viele Grüße
Ralf
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![[Post New]](/forum/templates/lucy/images/icon_minipost_new.gif) 30/12/2007 21:33:05
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Sarasvati
Beigetreten: 23/08/2007 13:30:51
Beiträge: 33
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Lieber Ralf,
Du hast viele Fragen gestellt. Man hat einem indischen Avatar, den man dem christlichen Avatar (=Herabkunft Gottes) gleichstellen könnte, vor ein paar Jahren die Frage gestellt, WARUM Gott diese Schöpfung in Gang gesetzt habe. Er antwortete: "I created the world out of my own will and for my pleasure."
So sind wir Abkömmlinge einer großen Energie, die einfach expandieren und ihren Bewusstseinshorizont erweitern wollte. Die indischen Weisen wissen sogar, WO dieser göttliche Funke in uns seinen Platz hat: Er ist in der rechten Brusthälfte und hat den Namen hridaya = das spirituelle Herz.
Da er aus derselben Substanz besteht, besitzt er offenbar dieselben Fähigkeiten wie die Ursprungsenergie, d.h. er kann expandieren, d.h. wachsen. Die Expansion (Tätigkeit) geschah zunächst nach bestem Wissen, aber es passierten Fehler, die später wieder gutzumachen waren, denn das Ziel ist, immer VOLLKOMMENER zu werden.
Wenn wir die anderen Naturreiche sehen, spüren wir, wie alles zur Vollendung hindrängt. Ein Same will einen Keimling hervorbringen, er will WACHSEN. Er will später einmal eine Frucht hervorbringen, die er einem Vertreter einer höheren Bewusstseinsebene als Geschenk anbieten möchte.
So sind Glanz und Härte die Vollkommenheitsstufe der Steine, Duft und exquisite Schönheit die der Pflanzen, Hingabe an den Menschen die höchste Stufe der Tiere und Charisma oder Hingabe an Gott die höchste Stufe der Menschen.
Es ließe sich vermuten, dass wir, indem wir uns um Wachstum bemühen. das meist erst durch Katastrophen ausgelöst wird (Wachstumsschmerzen), dem GROSSEN BEWUSSTSEIN (= Gott) helfen, seinen eigenen Fortschritt zu erzielen.
Denn die alten Schriften reden von Einatmen und Ausatmen Gottes und meinen Erschaffen und Auflösen des Universums. Dies ist übrigens von Physikern amerikanischer Eliteuniversitäten bestätigt worden, indem diese den Urknall mit den vedischen Schriften in Übereinstimmung sahen.
Angesichts des unermesslichen Leids in der Welt - das wir durch unser falsches und unwissendes Handeln heraufbeschworen haben - möchten wir vielleicht gar nicht an diesem Wachstumsprozess teilhaben. Andererseits könnten wir demütig und stolz zugleich sein, dass wir an diesem göttlichen Experiment beteiligt sind.
Ich fliege übermorgen wieder zu einem indischen Meister und freue mich, dass die Bereitschaft, Fortschritte im spirituellen Bereich zuzulassen, allmählich auch in Deutschland zunimmt.
Ein wunderschönes Jahr, reich an Erkenntnissen und Erfahrungen, wünscht Sarasvati.
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tat tvam asi - du bist das
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![[Post New]](/forum/templates/lucy/images/icon_minipost_new.gif) 03/01/2008 15:02:46
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blubelle
Beigetreten: 22/08/2007 09:22:19
Beiträge: 10
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Lieber Ralf,
was Du geschrieben hast, ist eine treffende Zusammenfassung all der Fragen, die ich auch in diesem Bereich habe. Gut auf den Punkt gebracht. Ist mir aus der Seele gesprochen. Dem habe ich nichts hinzuzufügen. Allerdings sind wir mit dieser Wirklichkeit konfrontiert und wenn wir uns nicht unbringen wollen, müssen wir irgendwie darin leben und einen Sinn finden oder zumindest suchen. Und da finde ich das Angebot von Lucy schon ermutigend. Wir werden den Sinn wohl erst erkennen, wenn wir in den Sterbeprozess eingetreten sind.
Liebe Grüße
blubelle
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Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.
(Friedrich Schiller)
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Lucy
Beigetreten: 24/08/2007 21:44:20
Beiträge: 26
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Lieber Ralf,
deine Fragen zum Thema "Ist die Schöpfung ein Spiel?" und die dadurch ausgelöste Diskussion im Forum nehme ich zum Anlass, selbst darauf zu antworten.
1) Ich betrachte die Schöpfung NICHT als ein Spiel zum "Spaß haben", wie du es formulierst. Es ist auch kein Spiel zum Zeitvertreib, sondern in meinen Augen ein weises, zielgerichtetes Spiel Gottes. Ich denke, Gott braucht uns überhaupt nicht zu fragen, ob wir mitspielen wollen. Denn es ist unser aller Spiel.
2) Was die Spielregeln betrifft, so denke ich, wir erfahren sie täglich am eigenen Leibe. Es sind die Gesetze der Natur, die unser Leben ermöglichen und es beeinflussen. Den Zweck des Spieles habe ich versucht, in meiner Erkenntnis auf Seite 133 des Buches zu beschreiben. Näheres hierzu wird in einem späteren Buch folgen.
3) Schiedsrichter werden nur benötigt, wenn es Gewinner und Verlierer gibt. Beim Spiel der Schöpfung gibt es, so meine ich, nur Gewinner: wir alle.
Lieber Ralf, du stellst ganz oft Fragen, die mit einem "Warum?" beginnen. Hierzu möchte ich dir mit einem Text antworten, den ich gerne in meinen jüngsten Vorträgen immer am Ende vorlese:
Mit der WARUM-Frage machen wir es uns zu einfach. Und genau das ist eine der größten Schwierigkeiten aller Religionen mit einem persönlichen Gott, insbesondere auch des Christentums. Mit dieser Frage schieben wir nämlich die Verantwortung weit von uns weg. Ich glaube, dass diese Frage zwar durchaus legitim, jedoch falsch gestellt ist. Wenn wir alle EINS mit Gott werden, dann sind wir für alles genauso verantwortlich wie Gott. Es wäre also nicht fair, ihn deshalb in Frage zu stellen. Wir täten besser daran zu fragen: "Warum lassen WIR das Böse zu?" Solange wir diese Frage noch nicht beantworten können, ist Gottes Schöpfung - raumzeitlich betrachtet! - noch nicht am Ziel.
Habe ich dir mit diesen Antworten etwas weiterhelfen können?
Herzliche Grüße
von Lucy
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![[Post New]](/forum/templates/lucy/images/icon_minipost_new.gif) 03/01/2008 23:21:56
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blubelle
Beigetreten: 22/08/2007 09:22:19
Beiträge: 10
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Liebe Lucy,
wir haben keine Verantwortung für die Bedingungen des Lebens, die uns vorgegeben sind. Ein Naturgesetz ist z.B. Fressen und Gefressenwerden. Das haben sich nicht die Menschen ausgedacht, sondern es ist in der "Schöpfung" vorhanden. Wir haben keinen Einfluss auf Vulkanausbrüche und Tsunamis, auch wenn viele Klimaforscher das nahelegen. Aber solche Katastrophen hat es schon immer gegeben. Unsere Erde ist ein unsteter Planet, der eben solche Phänomene hervorbringt. Sind wir Menschen Schöpfer desselben? Natürlich machen wir vieles falsch, aber ich frage mit Ralf: warum haben wir ein solches Naturell? Menschen sind nicht vollkommen und machen Fehler, sind grausam, sadistisch und was noch alles. Aber wir haben uns nicht selbst hervorgebracht, wir sind eben so. Ich leide selbst sehr darunter, aber ich kann es nicht ändern. Eins mit Gott sind wir bestenfalls nach dem Tod, jetzt aber sind wir Geschöpfe wie die Natur und die Tiere. Wer hat uns so gemacht? Wir sind einfach den Bedingungen, dem "Spiel" unterworfen. Mich hat niemand gefragt, ob ich es mitspielen will. Ich muss sozusagen das beste daraus machen. Und natürlich möchte ich daran arbeiten, dass der Mensch und die Welt besser werden, aber es ist oft entmutigend und ich komme mir vor wie Don Quichote, der gegen Windmühlen kämpft. Es ist ein schier aussichtsloser Kampf. Ich kann nur hoffen, dass ein Leben im Jenseits besser ist.
Gruß
Rita
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Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.
(Friedrich Schiller)
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![[Post New]](/forum/templates/lucy/images/icon_minipost_new.gif) 04/01/2008 13:42:00
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Lucy
Beigetreten: 24/08/2007 21:44:20
Beiträge: 26
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Liebe Blubelle,
danke für deinen Beitrag. Auch du stellst eine WARUM-Frage: "Warum haben wir ein solches Naturell?"
Ich bin die Lucy, nicht Gott. In meinem Buch habe ich versucht, eine plausible Antwort auf eine WARUM-Frage zu geben, nämlich auf die Frage, warum wir ein Leben in Raum und Zeit verbringen.
Meine Antwort auf deine WARUM-Frage lautet auch wieder:
Solange wir deine WARUM-Fragen noch nicht beantworten können, ist Gottes Schöpfung - raumzeitlich betrachtet! - noch nicht am Ziel.
Warten wir es ab: Ich bin mir sicher, dass es für alles eine Erklärung geben wird.
Beim Schreiben meiner Bücher ist mir aber eines ganz wichtig:
Ich finde es unfair, wenn manche Leute Gott in Frage stellen, nur weil wir aus unserer diesseitigen Perspektive noch nicht alle Antworten kennen.
Ganz herzliche Grüße auch an dich
von Lucy
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![[Post New]](/forum/templates/lucy/images/icon_minipost_new.gif) 04/01/2008 14:03:22
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blubelle
Beigetreten: 22/08/2007 09:22:19
Beiträge: 10
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Liebe Lucy,
ich möchte niemanden angreifen, ich habe nur "laut" gedacht, das muss erlaubt sein. Du bist in Deinem Versuch einer Antwort sehr weit gegangen und ich schätze diesen Versuch sehr. Dieses Forum ist aber doch dazu da, sozusagen weiterzudenken oder nicht?
Ich habe nicht Gott in Frage gestellt, sondern Fragen an Gott gestellt, das ist etwas anderes. So wie Du in dem letzten Beitrag argumentierst, kommst Du mir vor wie die traditionellen Theologen, die jede Frage damit abwürgen, dass man Gott halt nicht verstehen kann und er schon weiß, was er tut. Dann brauchen wir aber auch nicht mehr zu diskutieren und nachzudenken. Mit dem Gedanken, dass die Schöpfung noch im Werden ist, kann ich etwas anfangen. Vielleicht ist das ein Ansatzpunkt.
Liebe Grüße
blubelle
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Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.
(Friedrich Schiller)
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![[Post New]](/forum/templates/lucy/images/icon_minipost_new.gif) 04/01/2008 16:42:22
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Lucy
Beigetreten: 24/08/2007 21:44:20
Beiträge: 26
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Liebe Bluebelle,
es tut mir leid, wenn du dich angegriffen fühltest. Natürlich sind alle in diesem Forum aufgefordert weiterzudenken. Keineswegs halte ich dein Verhalten für unfair, sondern das Verhalten derjenigen, die Gott einen Vorwurf machen, weil es auch Krankheit und Unglück gibt.
Ich denke, ehe wir Gott deshalb einen Vorwurf machen oder uns von ihm abwenden, sollten wir erst einmal überlegen, ob wir die Welt besser hätten erschaffen können.
Deine vielen schönen Beiträge im Forum, liebe Bluebelle, weiß ich sehr zu schätzen. Und das Zitat am Ende deiner Beiträge ist eines der schönsten von Schiller.
Herzlichst
Deine Lucy
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![[Post New]](/forum/templates/lucy/images/icon_minipost_new.gif) 05/01/2008 10:56:21
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atlantia7777
Beigetreten: 21/08/2007 17:08:17
Beiträge: 193
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Hallo ihr Lieben,
wir alle spielen freiwillig, sonst wären wir ja nicht hier. Ich glaube, dass wir uns sehr bewusst dazu entschieden haben, genau jetzt und hier zu agieren.
Dabei gibt es spielregeln, die ganz einfach und jedem bekannt sind (wie oben - so unten, wie im himmel - so auf erden usw.). und hilfe bzw. schiedsrichter gibt es auch. eines tages, wenn man dafür bereit ist, lernt man sie sogar kennen das ist meine erfahrung (und nicht nur meine).
ich wünsche jedem hier viel spass und freude und vor allem erkenntnis beim spielen!
glg atlantia
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wie im Himmel - so auf Erden
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![[Post New]](/forum/templates/lucy/images/icon_minipost_new.gif) 19/01/2008 21:28:41
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Ralf
Beigetreten: 14/11/2007 19:33:31
Beiträge: 26
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Hallo Zusammen!
Jetzt habe ich einige Wochen nicht ins Forum geschaut, und schon sind so viele interessante Beiträge hinzugekommen. Im Folgenden möchte ich kurz auf die einzelnen Zuschriften einzugehen.
1) Vorbemerkung
Die kontroverse Diskussion finde ich sehr erfreulich. Ich bin - wie Bluebelle - der Meinung, dass auch schwierige und oft tabuisierte Themen wie Glaube, Religion etc. offen und ehrlich angesprochen werden dürfen, und hoffe, dass ich damit niemandem zu nahe trete (falls doch, bitte sofort sagen). Meines Erachtens muss es im 21. Jahrhundert erlaubt sein, sich eigene Gedanken über Gott und die Welt zu machen und dabei auch durchaus unbequeme und kritische Fragen zu stellen (siehe Uta Ranke-Heinemann, Nein und Amen, 2002). Dazu gehören für mich auch die vielen Warum-Fragen (Sinn des Lebens, des Leidens, des Bösen etc.), und solange es hierauf keine allgemein anerkannten Antworten gibt, sollten wir uns größtmöglicher Toleranz befleißigen. Auch in der Wissenschaft ist es bekanntlich schon oft vorgekommen, dass neue Ideen, die zunächst auf scharfe Ablehnung der vermeintlichen Experten gestoßen sind, sich später als richtig erwiesen haben. Und in der christlichen Kirche haben wir die finstere Zeit der päpstlichen Inquisition, in der so viele mutige Denker als angebliche Ketzer im Namen Gottes verfolgt, gequält und umgebracht wurden, glücklicherweise hinter uns gelassen.
2) Zu Atlantia
Du schreibst, dass alle Menschen im Spiel des Lebens freiwillig mitspielen, dass sie die Spielregeln kennen und dass es auch Schiedsrichter und Helfer gibt. Hierzu würde ich gerne noch mehr erfahren. Kannst Du das vielleicht etwas näher ausführen?
3) Zu Bluebelle
a) Herzlichen Dank für Deine Zustimmung! Im Gegenzug kann ich mich Deinen Äußerungen ebenfalls nur anschließen. Ganz meine Meinung!
b) Nach christlichem Glauben dürfen wir auf ein besseres und gerechteres Leben im Jenseits hoffen, wie auch immer es aussehen mag. Wenn aber die Lehre von der Re-Inkarnation zutrifft, wofür es doch einige Anhaltspunkte gibt, kommen alle Seelen in neuer Gestalt immer wieder auf die Erde zurück und müssen sich neuen Anforderungen stellen (neues Spiel - neues Glück?).
4) Zu Lucy
a) Zu den Gesetzen der Natur als Spielregeln im Spiel des Lebens:
Wie Bluebelle sagt, haben wir diese Gesetze nicht gemacht, und wir können sie auch nicht ändern. Deshalb ist jeder Mensch nur für sein eigenes Verhalten verantwortlich, und das auch nur insoweit, als er sich frei entscheiden kann.
Allerdings wird dieser Entscheidungsspielraum durch die Naturgesetze in erheblichem Maße eingeschränkt, denn wenn die Menschen - ebenso wie Tiere und Pflanzen - sich diesen vorgegebenen Bedingungen nicht anpassen, können sie nicht überleben. Und da alle Lebewesen unter den gegebenen Bedingungen um Nahrung, Besitz etc. konkurrieren müssen, werden die Gesunden, Starken und Schlauen am erfolgreichsten sein.
Zudem kommen die ethischen Kategorien Gut und Böse in den Naturgesetzen gar nicht vor, ebenso wenig wie in unserer Wirtschaftsordnung. Und diese Kategorien meinte ich, als ich nach den Spielregeln fragte: Wie sehen die ethischen Anforderungen im Einzelnen aus? Wer legt diese Regeln fest, wie werden sie den Menschen mitgeteilt? Gelten sie gleichermaßen für alle Menschen auf der Erde? Wer setzt die Regeln durch, wie werden Verstöße geahndet?
b) Zur Rechtfertigung der vielen Fragen nach dem Sinn des Ganzen:
Auch hier stimme ich Bluebelle zu. Ich habe gefragt, warum Gott die Welt so geschaffen hat (und diese Frage muss erlaubt sein), aber nicht die Existenz Gottes bestritten (das wäre doch vermessen). Allerdings sehe ich durchaus die Gefahr, dass wir an Gott verzweifeln, wenn wir den Sinn des Schöpfungsaktes zu stark anzweifeln. Und ich stimme Dir zu, dass hier eines der Hauptprobleme der christlichen Religion liegt.
c) Zur Frage, ob wir Gott einen Vorwurf machen dürfen, weil es so viel Leid auf der Welt gibt, und ob wir die Welt besser hätten erschaffen können:
Darüber hatte ich mir bislang noch keine Gedanken gemacht. Ich bin immer von der Vorstellung ausgegangen, dass die Welt das abgeschlossene und dauerhafte Werk eines allmächtigen und allwissenden Schöpfers ist. Allerdings ist ja festzustellen, dass die gesamte Schöpfung sich ständig verändert, wobei die belebte Natur sich in einem Prozess der Evolution immer weiter ausdifferenziert und vervollkommnet (jedenfalls über einen längeren Zeitraum betrachtet). Dieser Prozess wird, soweit wir wissen, nicht durch Eingriffe eines außen stehenden Beobachters gesteuert, vielmehr unterliegt er den Gesetzen von Mutation und Selektion. So scheint die Evolution kein vordefiniertes konkretes Ziel zu haben, sondern eher nach dem Prinzip von Versuch und Irrtum abzulaufen (weshalb viele Tier- und Pflanzenarten inzwischen ausgestorben sind). Deshalb stellt sich die Frage, ob wir die tradierte Vorstellung eines perfekten Schöpfers überdenken müssen. Insoweit möchte ich auf den Beitrag von Sarasvati verweisen (dazu sogleich).
5) Zu Sarasvati:
Ich muss gestehen, dass ich Deine Ausführungen zunächst kaum nachvollziehen konnte. Als ich aber den Beitrag von Lucy gelesen habe, wurde mir einiges klarer. Deshalb mein Dank an beide!
a) Wenn ich es richtig verstanden habe, können wir uns Gott vielleicht als höchste Energie vorstellen, die sich durch den Schöpfungsakt in der Welt materialisiert hat, die unterschiedlichen Lebensformen entstehen lässt und zur kontinuierlichen Fortentwicklung treibt. Das könnte erklären, warum die Schöpfung noch so unvollkommen ist.
b) Damit kommen wir zur Ausgangsfrage nach dem Sinn des Lebens zurück. Möglicherweise ist es Aufgabe aller Lebewesen, im Rahmen ihrer Fähigkeiten im Prozess der Evolution mitzuwirken und das Leid in seinen vielfältigen Ausprägungen zu vermindern. Wir wären dann Teilnehmer an einem göttlichen Experiment, das vor Urzeiten begann und noch lange nicht abgeschlossen ist.
Viele Grüße
Ralf
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